Anzeige
Weiße organische Leuchtdioden (OLEDs) sind eine vielversprechende neue Technologie, um die Beleuchtungsquelle der Zukunft zu werden. Sie haben das Potenzial, deutlich höhere Effizienzen als klassische Lichtquellen zu erreichen. Wegen ihrer einzigartigen attraktiven Eigenschaften werden Weißlicht OLEDs neue Akzente in der Beleuchtungsindustrie setzen.
Als ultradünne, großflächig emittierende Bauteile können sie zukünftig in jeder Größe und Form hergestellt werden, flexibel oder durchsichtig sowie im Farbton abstimmbar sein. Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für Lichtdesigner, die nun auch in Fragen Leistungseffizienz auf OLEDs setzen können. Mit Effizienzen von 50-70 lm/W (bei Einsatz von Lampenschirmen und Reflektoren) waren bisher Leuchtstoffröhren Maßstab für neue Technologien. Diese wurden nun mit den Ergebnissen der Technischen Universität Dresden und Novaled's deutlich übertroffen.
"In unserem Ansatz vereinen wir ein neues, sehr energieeffizientes Design der emittierenden Schichten mit Konzepten zur Erhöhung der Lichtauskopplung", so Projektleiter Dipl.-Phys. Sebastian Reineke, Institut für Angewandte Photophysik (IAPP, TU Dresden). "Die Leistungseffizienzen dieser Rekordbauteile erreichen 90 lm/W auch mit flachen, skalierbaren Auskopplungsansätzen. Durch spezielle 3D Auskopplungssysteme können mit dieser Struktur sogar 124 lm/W bei gleichen CIE Koordinaten erreicht werden." Für die Bestimmung beider Werte in einer Ulbrichtkugel wurden die Substratseiten verdeckt und nur das in den vorderen Halbraum abgestrahlte Licht bewertet. Die CIE Farbkoordinaten sind (0,41/0,49). Über weitere Details wird in der heutigen Ausgabe der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift 'nature' berichtet.
"Das große Potenzial dieser Bauteile zeigt sich, wenn man beachtet, dass sogar bei sehr hohen Helligkeiten von 5000 cd/m2 eine Effizienz von 74 lm/W erreicht wird", sagt Prof. Karl Leo, Direktor des IAPP. "Das beweist, dass auch Beleuchtung bei hohen Helligkeiten mit sehr hohen Effizienzen möglich ist".
"Diese bemerkenswerten Resultate aus F&E sind Ausgangspunkt weiterer Entwicklungen, z.B. für eine kommerziell ausreichende Lebensdauer. Auf jeden Fall sind sie ein Durchbruch für die Etablierung von OLEDs als zukünftige Lichtquelle", sagt Gildas Sorin, CEO von Novaled. "Besonders für hohe Effizienzen bei hohen Helligkeiten ist unsere Dotiertechnologie unverzichtbar. Weiße OLEDs werden bald dazu beitragen, unsere CO2-Bilanz zu reduzieren. Dabei wird die Novaled PIN OLED® Technologie eine bedeutende Rolle spielen." fügt Sorin hinzu.
über OLEDs
OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) sind wenige Nanometer dünne organische Halbleiter mit der Eigenschaft, Licht flächig abzustrahlen. In einem extrem schnell wachsenden Markt spielen OLEDs die Schlüsselrolle für eine revolutionäre Entwicklung: den Traum von hauchdünnen, flexiblen, hocheffizienten Displays mit brillanten Farben und hohem Kontrast Realität werden zu lassen. Organische Leuchtdioden finden gegenwärtig als Display Einsatz in MP3, PDAs, Kameras und Handys. OLEDs machen zukünftig ultradünne, aufrollbare Flachbildschirme möglich. Hinzu kommt ein gewaltiges Marktpotential im Bereich Beleuchtungen mit visionären Anwendungen wie beispielsweise 'leuchtender Tapete'. OLEDs haben das Potential, noch effizienter als Energiesparlampen zu sein.
über IAPP
Das Institut für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden ist ein führendes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Grundlagen- und angewandten Forschung zu organischen Halbleitern. In letzter Zeit hat das Institut eine Reihe wichtiger Innovationen erzielt. Weiterhin wurden eine Reihe von Firmen ausgegründet, dazu gehören Novaled AG, Heliatek GmbH, Creaphys GmbH, und sim4tec GmbH.
Kontakt: Dipl.-Phys. Sebastian Reineke
T: +49 (0) 351 463 42415
sebastian.reineke@iapp.de
über Novaled AG
Novaled AG ist weltweit führend im Bereich von OLED-Technologien und spezialisiert auf hocheffiziente OLED-Strukturen mit langer Lebensdauer. Das Unternehmen verfügt über ein Höchstmaß an Kompetenz auf dem Gebiet der synthetischen und analytischen Chemie. Mithilfe seiner Novaled PIN OLEDÒ Technologie und seiner OLED-Materialien hält das Unternehmen Komplettlösungen für den Markt der organischen Elektronik bereit. Novaled ist langfristiger Partner führender internationaler OLED Anbieter. Mit mehr als 400 bewilligten und angemeldeten Patenten verfügt Novaled über eine starke IP Position. Novaled wurde 2008 als Nr. 1 der am schnellsten wachsenden deutschen Mittelständler durch die Wirtschaftspublikationen Handelsblatt und Wirtschaftswoche ermittelt. Hauptinvestoren sind eCAPITAL, Crédit Agricole Private Equity, TechnoStart, TechFund und CDC Innovation. Weitere Informationen sind zu finden unter www.novaled.com oder auf den kürzlich veröffentlichten asiatischsprachigen Internetseiten www.novaled.com/jp und www.novaled.com/kr.
Kontakt: Anke Lemke, Marketing Communications, T: +49 (0) 351 796 5819, anke.lemke@novaled.com
Kim-Astrid Magister | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.novaled.com/kr
www.iapp.de
Weitere Berichte zu: Beleuchtung > CIE > Effizienz > Halbleiter > Helligkeit > IAPP > Leistungseffizienz > Leuchstoffröhren > Leuchtdiode > OLED > Photophysik > Rekord-OLEDs
„All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim
Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten