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Mit einem bisher für diese Zwecke selten verwendeten Material wollen mitteldeutsche Textilforscher im Verbund mit Kleinfirmen aus mehreren Bundesländern ein neues Kapitel in der Gebäudeklimatisierung aufschlagen.
14 Partner des Netzwerkes InoReTex (www.inoretex.de) entwickeln für Wand und Decke textile Flächensysteme zum energiesparenden Heizen und Kühlen. Erste Prototypen sollen im kommenden Jahr zur Verfügung stehen.
Stahl, Keramik, Gusseisen, Schamottstein… Dass künftig neben diesen Traditionsmaterialien auch Textilien in Form farbiger Wandbehängen oder teppichartiger Flächen zur Klimatisierung vor allem von Büroräumen genutzt werden sollen, geht auf eine Grundidee von Netzwerkmanagerin Steffi Volland zurück. „Ich leite seit vielen Jahren ein Textilunternehmen, und als die Finanzmarktkrise kam, haben wir uns mit Energieberatung ein zweites Standbein geschaffen.“
Ihr branchenübergreifender Innovationsansatz wurde inzwischen Arbeitsthema eines BMWi-geförderten NEMO-Netzwerks mit multifunktionalem Know-how unter Einbeziehung der Forschungskompetenz benachbarter Hochschul-und Wissenschaftseinrichtungen wie des in Greiz ansässigen Textilforschungsinstituts Thüringen-Vogtland und der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Zudem unterstützen das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Sachsen fünf zusätzliche Einzelvorhaben mit weiteren Finanzmitteln.
Die InoReTex-Akteure verfolgen drei, technisch zum Teil sehr unterschiedliche Applikationen: Die Kombination textiler Heizflächen mit 3D-Abstandsgewirken zu konfektionierbarem Trägermaterial mit entsprechenden Rohrsystemen; parallel werden neuartige Kleinwasserkraftanlagen in textilen Röhren und überdurchschnittlich effizientem Energieeintrag im Leistungsbereich bis 2,5 KW konzipiert. Zudem wird mit Blick auf Caravans und Transportfahrzeuge an einem textilbasierten Modul zur Flächenmaximierung für den Einsatz von Photovoltaik zur internen Energiegewinnung gearbeitet.
Wie das Netzwerkmanagement mitteilte, seien die Arbeiten an den Klima-Textilflächen am weitesten fortgeschritten. Demnach soll es drei Ausführungen von Wand- und Deckensystemen geben: Wasserführende 3D-Gewirke„unter Putz“ zum direkten Anschluss an das Heizsystem, gewebte textile Flächenheizkörper mit Raumgestaltungspotenzial und schließlich mehr als einen Zentimeter dicke 3D-Gewirke mit Wärmedämm- und zugleich Schalldämmfunktion. Bei dieser Neuerung zur Raumklimatisierung spielen in Schläuche integrierten PCM(Latentwärme)-Speicher eine Hauptrolle. Bei allen InoReTex-Systemen soll die erzeugte Wärme über eine große Fläche in den Raum eingebracht werden. Dabei wird mit einem niedrigen Temperaturvorlauf seitens des Heizsystems gearbeitet. Sämtliche Systeme sind für die Anwendung in Niedrigenergieobjekten vorgesehen.
Weitere Informationen: www.inoretex.de, Steffi Volland, Tel. 037421 70 4 - 0
Steffi Volland | Quelle: InoReTex
Weitere Informationen: www.inoretex.de
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