Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Unlimitierte Reichweite für Elektroautos in Sicht

02.02.2012
Forscher wollen Stromversorgung über Magnetspulen in Straßen

Anzeige

Forscher in Stanford haben ein Konzept entwickelt, das Elektroautos permanent mit Energie versorgen könnte, berichtet dvice.com. Magnetische Spulen, die in den Belag von Straßen integriert und mit Energie versorgt werden, könnten mittels induktiver Übertragung Autos dauerhaft mit Strom versorgen.


"Die Technologie ist beinahe 200 Jahre alt. Technisch wäre die Energieversorgung von Autos schon realisierbar, das größte Problem ist die Infrastruktur. Der Aufwand das Straßennetz umzubauen wäre sehr groß", sagt Christian Hedayat von der Abteilung Advanced System Engineering der Frauenhofer-Gesellschaft http://www.enas.fraunhofer.de gegenüber pressetext.

Verlockende Alternative

Zur drahtlosen Übertragung von Energie wird eine Magnetspule mit Strom versorgt. Das entstehende oszilierende elektromagnetische Feld erzeugt in einer zweiten Spule, die auf die selbe Frequenz abgestimmt ist, Wechselstrom. Die Forscher in Stanford sind der Ansicht, dass die Übertragung einen Effizienzgrad von 97 Prozent erreichen kann. Momentan gehen Forscher eher von einem Wert zwischen 70 und 85 Prozent aus. "Wir arbeiten an der Steigerung der Effizienz. Die Versorgung bewegter Objekte ist auch noch ein Problem. Außerdem sind für sehr starke elektromagnetische Felder die Auswirkungen auf lebende Organismen noch nicht ausreichend geklärt", so Hedayat.

Für den Betrieb von Autos und besonders von LKWs wären sehr starke Felder notwendig. Die Forscher aus Stanford geben an, dass ein entsprechendes System die Energieübertragung über eine Distanz von bis zu 1,8 Metern gewährleisten könnte. "Bei entsprechend exakter Kalibrierung des Systems kann gewährleistet werden, dass die Felder nur an der Empfangsspule unter den Autos konvergieren. Das ist aber schwierig, da sich der Abstand zur Straße durch Unebenheiten ändern kann", erklärt Hedayat. So könnte gewährleistet werden, dass keine starke Strahlenbelastung für die Insassen der Autos entsteht.

Genauere Navigation

Die Forscher aus Stanford schlagen vor, das Straßennetz eines Landes Stück für Stück im Zuge von regulären Erneuerungsmaßnahmen umzurüsten. Übergangsmäßig könnten Fahrzeuge mit hybriden Antriebskonzepten -entweder auf fossiler oder elektrischer Basis- die lückenlose Versorgung mit Energie übernehmen. Auch bei Ausfällen wäre eine solche Reserve wünschenswert. Eine Umstellung ist sehr teuer und müsste politisch in die Wege geleitet werden. Ein weiterer Vorteil der Straßenspulen wäre die Nutzung für die Navigation. Durch die Spulen in der Straße könnten wüssten elektronischer Orientierungshilfen immer, auf welcher Spur sich ihr Fahrzeug befindet.

Markus Keßler | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.stanford.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp