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Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität Köln wird massiv ausgebaut. Das Innovationsministerium sowie die Energie-Unternehmen E.ON und RWE stellen dem renommierten Institut für die kommenden fünf Jahre 12 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, das EWI zu einem europäischen Think-Tank für Energieökonomik weiter zu entwickeln. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten die Partner heute am Rande der EWI-Energiekonferenz.
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart: "Eine sichere und vor allem bezahlbare Energieversorgung ist eine der entscheidenden Herausforderungen für die Zukunft. Wir erhoffen uns vom EWI als Think-Tank für Energiewirtschaft hier wichtige wissenschaftliche Grundlagen, um die richtigen Weichen zu stellen." So sei in der öffentlichen Diskussion bereits allein die Berechnung der Kosten der unterschiedlichen Energieträger äußerst umstritten - genau wie die Auswirkung dieser Kosten auf die Volkswirtschaft. "Genau solche Fragen sind aber mitentscheidend für eine kluge und weitsichtige Energiepolitik", sagte Pinkwart.
Mit den zusätzlichen Mitteln wird das EWI neue Professoren- und Mitarbeiterstellen schaffen und seine Internationalisierung vorantreiben. Derzeit arbeiten an dem Kölner Institut neben Direktor Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge 17 weitere Mitarbeiter. Das EWI hat sich in seiner 65-jährigen Geschichte eine hohe Reputation in Forschung und Beratung aufgebaut. Die vielfältigen Forschungsprojekte und deren direkte Praxisnutzung leiten sich im Wesentlichen aus der engen Kooperation mit Partnern in Industrie und Politik ab.
Die künftige Forschung soll sich insbesondere mit der Entwicklung der Energiemärkte in Europa beschäftigen. Das Institut wird sich der Frage widmen, wie politische Weichenstellungen - etwa die Einbindung von Windenergie in die Stromnetze - auf den Energiemarkt wirken.
Zugleich wird sich das Institut mit den Auswirkungen technologischer Entwicklungen sowie Entscheidungen der Wirtschaft auf den Energiemarkt befassen. Eine Stärke des EWI, die weiterentwickelt werden soll, ist die Abbildung der komplizierten wirtschaftlichen und technologischen Strukturen beispielsweise des Strommarktes mit Hilfe von Computermodellen.
André Zimmermann | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.innovation.nrw.de
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