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Trainingsstopp im Windkanal: Österreichische Wintersportler bereiten sich an der TU Graz auf die Saison vor

25.09.2008
Rodel- und Skeletonnationalmannschaft waren schon da, die Bobfahrer kommen morgen, Freitag. Österreichische Spitzensportler bereiten sich momentan auf die bevorstehende Saison vor und machen dazu Station im Windkanal der TU Graz.

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Am Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung nehmen Wissenschafter den Luftwiderstand von Körper und Material genau unter die Lupe und liefern den Sportlern so wertvolle Hinweise, wie Trainingszeiten und Wettkampfergebnisse weiter verbessert werden können.


Wenn es kalt wird, beginnt die Saison für Österreichs Wintersportler. Neben intensivem Training steht heuer für zahlreiche Wintersportler auch ein Stopp an der TU Graz auf der Agenda. "Wir machen mit den Athleten und ihren Sportgeräten aerodynamische Tests im Windkanal, bei denen wir die wirkenden Kräfte messen", erklärt Günter Brenn, Leiter des Instituts für Strömungslehre und Wärmeübertragung. Gemessen werden etwa Luftwiderstand oder Auftrieb.

Drei große Gebläse erzeugen eine Luftströmung mit bis zu 140 km/h. "Wir messen zunächst mit dem Sportler unter Wind in so genannter typischer Normalhaltung - das ist die von ihm üblicherweise eingenommene Haltung - und testen dann, welche Veränderungen sich durch andere, oft nur geringfügig veränderte Körperhaltungen ergeben", so Walter Meile, der für die aerodynamischen Tests am Institut verantwortlich zeichnet. Die Sportler bekommen unmittelbar nach den Tests ein erstes Feedback, um sich so nützliche Hinweise möglichst unmittelbar einprägen zu können.

Fit für hohe Windgeschwindigkeit

Aber nicht nur Athleten werden im Windkanal der TU Graz getestet: Auch Bauwerke wie Brücken oder Silos standen schon als maßstabsgetreue Modelle im Luftzug der Grazer Forscher. "Wir testen, ob die Gebäude fit für hohe Windgeschwindigkeiten sind", erläutert Brenn. Auch für die Fahrzeugentwicklung sind aerodynamische Messungen wichtig: Daher sind häufig auch Automodelle zu Gast im Grazer Windkanal. "Im Prinzip ist alles interessant, was in der Praxis einer hohen Luftgeschwindigkeit ausgesetzt ist." "Höchster Gast" bei den Messungen an der TU Graz war etwa ein Modell von Mast und Großbaum eines Segelschiffs. Insgesamt stehen am Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung zwei Windkanäle für Messungen zur Verfügung, die verschiedenen Anforderungen genügen.


Rückfragen:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. habil. Günter Brenn und
Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Walter Meile
Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung
Email: brenn@fluidmech.tu-graz.ac.at
Tel: +43 (0) 316 873 7340

Alice Senarclens de Grancy | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tugraz.at
www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/windkanal/index.htm

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