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Systementwicklung von Energiespeichern für Elektroautos

10.03.2009
Zweite Fraunhofer Forschungsgruppe in der Stadt der Wissenschaft

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In Oldenburg wird eine weitere Fraunhofer Forschungsgruppe etabliert.


Das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen richtet in enger Kooperation mit der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung der Universität Oldenburg und dem EWE- Forschungszentrum NEXT ENERGY eine Expertengruppe ein, die sich mit Komponenten- und Systementwicklung von Energiespeichern für Elektroautos befasst. Über 40 MitarbeiterInnen werden in dem dafür neu entstehenden Gebäude arbeiten.

Oldenburg profiliere sich mit dem neuen Projekt weiter als einer der bedeutenden Forschungsstandorte für die Energien der Zukunft in Deutschland, erklärte dazu der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann. In dem hier entstehenden Forschungs- und Entwicklungszentrum würden die Wissenschaftspotenziale Niedersachsens und Bremens vereint und das institutionelle Zusammenwirken gestärkt. Dies sei nicht nur ein wichtiger Baustein für die Zukunftsbranche Energietechnik, sondern auch für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Nordwesten.

Bei dem Forschungsprojekt geht es um die sichere und klimaverträgliche Energieversorgung für Elektroautos, die für die Mobilität der Gesellschaft eine immer größere Rolle spielen und einen kontinuierlichen Aufschwung nehmen werden. Dabei seien die elektrischen Speichertechnologien von entscheidender Bedeutung, sagte dazu Prof. Dr. Matthias Busse, Institutsleiter des Fraunhofer IFAM in Bremen.

Die Bedingungen für die Arbeit der neuen Fraunhofer Gruppe sind hervorragend. Die grundlegenden Materialentwicklungen für die Speichertechnologien und die dazugehörigen Charakterisierungen werden von der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung der Universität Oldenburg unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Parisi eingebracht. Das Fraunhofer Institut IFAM hat sich im Bereich der angewandten Materialforschung und der industrienahen Fertigungstechnologie national und international einen Namen gemacht. Auf Basis dieser Kooperation sollen komplett neuartige Prototypen von elektrischen Energiespeichern speziell für den Einsatz in Elektroautos entwickelt und bis hin zur Markteinführung hergestellt werden. Ein wichtiger Partner wird dabei auch das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY unter Leitung von Prof. Dr. Carsten Agert sein, das Speichermaterialien, -systeme und Schnittstellentechnologien zwischen Energieerzeugung und Energiespeicherung erforscht.

Die neue Forschungsgruppe soll bereits am 1. April ihre Arbeit aufnehmen. Es ist die zweite Fraunhofer-Gruppe, die innerhalb eines Jahres den Wissenschaftsstandort Oldenburg bereichert. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet bereits eine Fraunhofer Forschungsgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie in der Huntestadt, die für 2009 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur "Stadt der Wissenschaft" gewählt wurde. Noch in diesem Jahr soll darüber hinaus eine dritte Fraunhofer-Forschungsgruppe für Windenergie in Oldenburg eingerichtet werden.

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Matthias Busse, IFAM Bremen,
Tel.: 0421/2246-100, E-Mail: matthias.busse@ifam.fraunhofer.de,
Prof. Dr. Jürgen Parisi, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-3541,
E-Mail: parisi@ehf.uni-oldenburg.de,
Prof. Dr. Carsten Agert, NEXT Energy, Tel.: 0441/99906101,
E-Mail: carsten.agert@ewe-next-energy.de

Gerhard Harms | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-oldenburg.de/

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