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Den Stromverbrauchern im Auto auf der Spur

25.08.2008
Den Treibstoffbedarf durch sparsamere elektronische Komponenten zu verringern ist das Ziel eines EU-Projektes. Der Studiengang "Elektronik & Technologiemanagement" der österreichischen FH JOANNEUM arbeitet daran mit internationalen Partnern.

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Von der Klimaanlage bis zum Boardcomputer: Immer mehr elektrische Komponenten sind in Autos im Einsatz. Sie sorgen nicht nur für mehr Bequemlichkeit und Sicherheit, sondern erhöhen auch den Treibstoffverbrauch.


Mit der Optimierung der Automobilelektronik beschäftigt sich der Studiengang "Elektronik & Technologiemanagement" der FH JOANNEUM Kapfenberg in einem EU-Projekt. "Energy Efficient Vehicles for Road Transport" (EEVERT) nennt sich das Vorhaben, an dem neben dem Kapfenberger Studiengang Volvo, FIAT, Bosch, Lear, MIRA und Magna Powertrain beteiligt sind.

"Strom, der im Auto verbraucht wird, ist sehr kostbar", meint Studiengangsleiter Hubert Berger. Umgerechnet kostet eine Kilowattstunde Strom, die von einem Automotor hergestellt wird, rund einen Euro. Darüber hinaus weiß man noch zu wenig Bescheid, wie hoch der "Stromhunger" einzelner Komponenten zu bestimmten Betriebszeiten ist. Ziel des Projektes ist es, eine Treibstoffeinsparung von bis zu zehn Prozent durch die Optimierung elektrischer Komponenten und deren Betrieb zu erreichen. Man kann davon ausgehen, dass bei großzügig ausgestatteten Fahrzeugen bis zu 30 Prozent des Treibstoffverbrauchs auf das Konto der Automobilelektronik gehen.

Der Studiengang "Elektronik & Technologiemanagement" widmet sich der Simulation aller elektrischen Komponenten eines zeitgemäßen Automobils. "Dafür ist es notwendig", so Berger, "die von den Projektpartnern erstellten Modelle der Einzelkomponenten zusammen zu führen, um das gesamte Netz für unterschiedliche Fahrzyklen nachzubilden. Daraus können Schlüsse über Leistungsspitzen, Energieverbrauch und Dimensionierung sowie Optimierung der Komponenten gezogen werden."

Kompetenz in Automobilelektronik

Für das Projekt werden insgesamt sechs Millionen Euro aufgewendet werden. Der Anteil der Kapfenberger Elektroniker macht rund 800.000 Euro aus. Mit der Forschungstätigkeit wird im September begonnen. Berger: "Mit diesem Projekt unterstreichen wir unsere Kompetenz in der Automobilelektronik, in einem Wachstumsmarkt, der durch die neuen Antriebstechnologien besonders beflügelt wird."

Der Trend zu mehr Elektronik im Auto zeigt sich auch bei den AbsolventInnen des Studiengangs. Immer mehr Kapfenberger ElektronikerInnen sind gefragte SpezialistInnen in der Automobilindustrie, wobei Entwicklungsabteilungen den Schwerpunkt bilden. Wer künftig in diesem spannenden Berufsfeld tätig sein möchte, kann sich noch bis 3. September um einen Studienplatz an der FH JOANNEUM Kapfenberg bewerben.

Kontakt:
FH-Prof. Dr. Hubert Berger, Tel. + 43 3862 33600-8330
E-Mail: hubert.berger@fh-joanneum.at

Thomas Winkler | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fh-joanneum.at
www.fh-joanneum.at/etm

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