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Starthilfe für universelle Elektroauto-Tankstellen

22.01.2013
Siemens treibt zusammen mit Partnern eine international einheitliche Schnittstelle und Ablaufsteuerung für das Laden von Elektroautos voran.

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Das Unternehmen ist Konsortialführer des Förderprojekts eNterop, dessen Ziel das reibungslose Zusammenwirken von Autos und Ladesäulen verschiedenster Hersteller ist. Um diese Interoperabilität zu gewährleisten, regelt seit kurzem die internationale Norm ISO/IEC 15118 die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromtankstelle. Für die Hersteller von Steuergeräten und Ladesäulen bedeutet die Umsetzung der Norm jedoch aufwändige Tests mit verschiedensten Produkttypen und für unterschiedlichste Anwendungen.

Im Projekt eNterop schreiben die Partner für die in der Norm berücksichtigen Anwendungsfälle Software für die Entwicklung und Prüfung normgerechter Produkte. Die Tools sollen vor allem der Marktentfaltung der Technologie dienen. Das Projekt startete im Juli 2012 und läuft über zwei Jahre. Am 21. Januar stellten die Partner in Berlin ihr Vorhaben sowie erste Ergebnisse vor. Siemens zeigte einen Prototypen für das Laden mit Gleichstrom, der bereits der Norm entspricht, und sein System des induktiven, kabellosen Ladens, für das die Norm noch umgesetzt wird.

Ein wichtiger Punkt für die Akzeptanz von Elektroautos ist die Frage, wie häufig und unkompliziert sie überall tanken können. Heute sind sie meist auf Ladesäulen bestimmter Hersteller beschränkt. Das liegt auch an dem „Tankvorgang":

Der Nutzer kann zum Beispiel Zeitraum, Strompreisgrenzen oder Mindestbetankung vorgeben. Ladesäule und Auto erarbeiten daraus - unter Berücksichtigung von Netzzustand, Strompreisprognosen und weiteren Informationen - einen so genannten Ladefahrplan. Bisher sind diese Auswahlmöglichkeiten bei jedem Hersteller anders. Die Norm ISO/IEC 1511 stellt sicher, dass künftig herstellerübergreifend alle möglichen Nutzungsarten bedient werden.

eNterop erarbeitet automatisierte Prüfroutinen, die alle in der Norm berücksichtigten Anwendungsfälle enthalten. An dieser Software können Hersteller testen, ob ihre Produkte der Norm entsprechen oder nicht. Zudem wird eine Referenzplattform als Software zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe Firmen ein der Norm entsprechendes Produkt entwickeln können. Die globale Siemens-Forschung Corporate Technology arbeitet vor allem an der Erstellung der Anwendungsfälle und an der Testsoftware.

Neben Siemens sind BMW, Continental, Daimler, RWE, VW sowie die Technische Universität Dortmund und das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung beteiligt. Die Projektkosten von 4,6 Millionen Euro tragen je zur Hälfte die Industriepartner und das Bundeswirtschaftsministerium. (IN 2013.01.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Quelle: Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
www.siemens.de/innovation

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