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Das Solarenergie-Unternehmen SkyFuel hat gestern, Freitag, den "SkyTrough" vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein thermisches Solarenergiesystem, das als Konzentrator zur Lichtbündelung statt der üblichen gekrümmten Glasspiegel auf eine neuartige Spiegelfolie setzt.
Der Verzicht auf Glas ist ein Faktor, warum das System laut Unternehmen sehr leicht, gut transportabel und für einen schnellen Aufbau geeignet ist. Auch finanziell verspricht das SkyTrough-System einen klaren Vorteil. Die parabolische Konzentratorrinne sei um 35 Prozent billiger als bei anderen kommerziell verfügbaren Systemen.
Der SkyTrough ist fast 115 Metern lang und rund sechs Metern hoch. Er bietet das laut Unternehmen größte jemals gebaute parabolische Rinnenmodul. Das Design orientiere sich an den zuvor besten Modulen, warte aber mit einigen wichtigen Verbesserungen auf. Als wichtigste Verbesserung bezeichnet das Unternehmen die genutzte Spiegelfolie. Dabei handelt es sich um eine stark reflektierende, bruchsichere Silber-Polymer-Folie, die gemeinsam mit Wissenschaftlern des US Department of Energy National Renewable Energy Laboratory entwickelt wurde. Sie wird beim SkyTrough auf dünne Aluminium-Bleche aufgebracht, um die Spiegel-Panels zu erhalten. Die Spiegelfolie verspricht wesentliche ökonomoische Vorteile. Zum einen käme die Herstellung der Spiegelfläche um die Hälfte billiger, so SkyFuel. Außerdem sei die Folie sehr gut für eine Fertigung in großem Volumen geeignet.
Dank der Folie wiegen die Spiegel deutlich weniger als herkömmliche Glasspiegel. Das Gewicht ist auch ein Vorteil der zum SkyTrough gehörigen Aluminium-Rahmenkonstruktion. Sie ist laut SkyFuel rund 30 Prozent leichter als bei bisherigen Systemen. Die Rahmenkonstruktion besteht aus einer reduzierten Zahl an Teilen und kann dem Unternehmen zufolge ohne zu schweißen und somit besonders schnell vor Ort aufgebaut werden. Auch sei das System relativ leicht an seinen Bestimmungsort zu verfrachten. Die aufbaubereiten Komponenten für einen 115-Meter-SkyThrough passen SkyFuel zufolge einfach auf einen Tieflader.
Bei der mit dem SkyTrough realisierten Art des thermischen Solarkraftwerks wird das von der Parabolrinnen gebündelte Sonnenlicht genutzt, um eine Flüssigkeit zu verdampfen. Der Dampf betreibt dann den eigentlichen Stromgenerator. SkyFuel zufolge soll der SkyThrough in einer Reihe großer Kraftwerke im Südwesten der Vereinigten Staaten zum Einsatz kommen.
Thomas Pichler | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.skyfuel.com
www.nrel.gov
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