Anzeige
Tatsächlich müssen wir nicht mehr lange auf die Eröffnung der Bäder warten. Für solarbeheizte Anlagen wie das Freibad Grünhöfe in Bremerhaven ist ein sonniges Frühjahr ideal: die Absorber erhalten dann genug Solarenergie, um das Anbaden nicht nur für die Mutigen zu einem Erlebnis zu machen.
Wie Betreiber ihr Kostenmanagement mit Hilfe der Sonne als kostenfreien Energielieferanten optimieren können vermitteln kostenfreie Workshops am 28.4. in Bremerhaven Betreibern und Installateuren.
Solarthermie entlastet Kostenmanagement von Bädern
Wo wäre in Bremerhaven ein besserer Platz für ein Freibad mit CO2-neutraler Energieversorgung als im Stadtteil Grünhöfe? Hier finden Erfrischungssuchende mit grünem Gewissen ihre Oase. Auch der Betreiber, die Bädergesellschaft Bremerhaven mbH, hat die Umstellung auf Solarthermie im Jahr 2008 nicht bereut. Nach der ersten Saison ist absehbar, dass sich die Investitionen bereits nach dem zweiten Betriebsjahr amortisiert haben werden. Die Einsparungen betrugen bereits im letzten Jahr 23.000 Euro. Eine Energieleistung von 455.000 KWh wird pro Saison eingespart. Die Leistungsspitze der Anlage beträgt 400 KW. Da die Absorberanlage in den Filterkreislauf des Bades eingebunden ist, genügen bereits geringe Absorber-Temperaturen zur Wassererwärmung - ein System mit hoher Effektivität.
Da das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei solarthermischen Systemen überzeugen kann, wächst das Interesse von öffentlichen Schwimmbadbetreibern, Hotelmanagern und privaten Poolbesitzern. Das ttz Bremerhaven bietet am 28. April einen kostenfreien Workshop an, bei dem sowohl technische Grundlagen als auch Best-Practise-Beispiele und Kalkulationsmöglichkeiten vorgestellt werden. Das Forschungsunternehmen hat sich im Rahmen des EU-Projektes "Solpool" gemeinsam mit Partnern aus sieben Ländern mit den Chancen der Solarthermie als wichtigen Beitrag zur Emissionseinsparung, Kostensenkung und Imagepflege beschäftigt. "In Deutschland wurden 2007 allein 34 neue solarbeheizte Freibäder eröffnet - das entspricht einem Anstieg um 4,4 Prozent zum Vorjahr", berichtet die ttz-Projektleiterin Leire Sarachaga.
Deutschland gehört im Vergleich zu den europäischen Nachbarn zu den Spitzenreitern bei der Nutzung von Solarenergie, doch es liegt noch viel Potential brach. Fehlende Informationen und eine wenig ausgeprägte Vernetzung der Branche verlangsamen die Ausbreitung. Unter Leitung des Koordinators DGS haben die Solpool-Partner in den letzten 2,5 Jahren darauf hingewirkt, die Nutzung von Solarenergie in den beteiligten Ländern um jeweils 10 Prozent zu steigern. Zur Erwärmung von öffentlichen deutschen Freibädern werden aktuell Heizkessel, Wärmepumpen und solarthermische Systeme eingesetzt. Noch überwiegen die vorrangig mit Erdgas betrieben Heizkessel mit einem Marktanteil von über 60 Prozent.
Wird das positive Beispiel Schule machen und auch in den anderen Bädern der Bädergesellschaft Solarthermie Einzug halten? "In Hallenbädern werden Wassertemperaturen von über 30 Grad benötigt - das ist mit einer Heizung durch Solarenergie nicht zu schaffen", berichtet Horst Ortgies, Technischer Leiter des Unternehmens. Im Freibad wurde im letzten Jahr eine Wassertemperatur von 26 Grad Celsius erreicht. Diese Wohlfühltemperatur ist das Ergebnis einer planvollen Realisierung - die gesamte Dachfläche von 820 Quadratmetern wurde mit Absorbern ausgelegt. Mitte April, zwei Wochen vor dem Start der Badesaison, werden sie befüllt. Bei anhaltend schönem Wetter können die Badegäste dann vom ersten Tag an angenehme Temperaturen genießen.
Die Möglichkeiten für den unterstützenden Einsatz von Solarabsorbern werden auch in den drei Hallenbädern geprüft. Die Technologie hat Ortgies überzeugt: "Zuhause heizen wir für die Warmwasserbereitung mit solarer Energie und nutzen diese auch für den Geschirrspüler und die Waschmaschine. Dabei kommt allerdings ein Vakuum-Röhrenkollektor zum Einsatz." Welche Voraussetzungen welches System erfordern, ist im Einzelfall zu prüfen. Der Workshop am ttz Bremerhaven unterstützt Interessierte dabei und erleichtert den Weg zur Implementierung.
Datum: 28. April 2009
Organisator: ttz Bremerhaven
Zeit: Für Betreiber: 9.00 - 12.00 Uhr
Für Installateure: 13.00 - 16.00 Uhr
Ort: Biotechnologiezentrum Bio Nord, Konferenzraum Süd,
Am Fischkai 1, 27572 Bremerhaven
Anmeldung: ttz Bremerhaven, Sabrina Ahrens
Tel. 0 47 1/94 48-701, Fax: 0 47 1/94 48-722
sahrens@ttz-bremerhaven.de
Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement, Gesundheitssysteme sowie Verwaltung & Software.
Britta Rollert | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ttz-bremerhaven.de
Weitere Berichte zu: Absorber > Absorberanlage > Best-Practise-Beispiele > Bäder > CO2-neutrale Energieversorgung > Emissionseinsparung > Filterkreislauf > Freibad > Heizkessel > Kostenmanagement > solarbeheizte Anlagen > Solarenergie > Solarthermie > solarthermische Systeme > Vakuum-Röhrenkollektor > Wassererwärmung > Wassertemperatur
„All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim
Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten