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Smart-Grid-Lösungen im Fokus: Siemens und Viridity Energy arbeiten bei virtuellen Kraftwerken zusammen

11.08.2009
Im Zuge des Umbaus vorhandener Stromversorgungsnetze zu Smart Grids arbeiten Siemens Energy und der amerikanische Energiedienstleister Viridity Energy, Conshohocken, Pennsylvania, auf dem Gebiet virtueller Kraftwerke zusammen.

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Um Energieversorgern und Netzbetreibern die nötige Technik zur Realisierung virtueller Kraftwerke anbieten zu können, haben beide Unternehmen jetzt eine Technologiepartnerschaft geschlossen.


Mit virtuellen Kraftwerken lassen sich Chancen im Energiemarkt nutzen, die dem Betreiber der Einzelanlagen nicht zur Verfügung stehen. Die Anlagen können im Verbund effizienter und wirtschaftlicher betrieben werden. Davon profitieren die Betreiber der dezentralen Erzeugungsanlagen.

Siemens erhöht im Rahmen dieser Zusammenarbeit die Präsenz seines dezentralen Energiemanagementsystem DEMS auf dem amerikanischen Markt, denn Virirdity koppelt das System mit eigenen Anwendungen und bietet dem US-amerikanischen Markt auf dieser Basis innovative Energielösungen und Dienstleistungen an.

Bei einem virtuellen Kraftwerk werden verschiedene dezentrale Stromerzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerke, Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen und kleinere Wasserkraftwerke zu einem Verbund zusammengeschlossen und wie ein einziges Kraftwerk gesteuert. Herzstück ist ein dezentrales Energiemanagementsystem wie das DEMS von Siemens. Damit lassen sich die dezentralen Erzeugungsanlagen nicht nur intelligent miteinander vernetzen, sondern auch wirtschaftlich und umweltfreundlich betreiben. Zudem bieten die Netzlösungen von Viridity den Marktteilnehmern Funktionen, mit denen sich die Verfügbarkeit von Energie im Netz besser verwalten lässt.

So ermöglicht eine virtuelle Kraftwerkslösung von Siemens und Viridity dezentrale Stromerzeugungsanlagen besser in ein Stromversorgungsnetz zu integrieren und damit dem Aufbau eines intelligenten Stromnetzes – eines Smart Grids – einen großen Schritt näher zu kommen. Den Kern der gemeinsamen Lösung bildet das dezentrale Siemens-Energiemanagementsystem DEMS. Es vernetzt als „Gehirn“ eines dezentralen Stromerzeugerparks die einzelnen Stromerzeugungseinheiten, steuert sie zentral und hilft dabei, sie sowohl wirtschaftlich als auch umweltgerecht einzusetzen und so das Potenzial eines virtuellen Kraftwerks voll auszuschöpfen. Das System arbeitet mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik, um mehrere Einzelanlagen zu bündeln. Dabei nutzt DEMS alle wichtigen Informationen wie Wetterprognosen, aktuelle Strompreise sowie den Energiebedarf und erstellt auf Basis dieser Daten einen Einsatzplan für alle Anlagen des virtuellen Kraftwerks.

„Stromversorgungsunternehmen und Stromkunden erkennen in zunehmendem Maße, welche Vorteile dezentrale Energieressourcen für das Netz haben können. Diese Vorteile lassen sich maximieren, wenn die Möglichkeit besteht, dezentrale Energieerzeuger als integrierte, dynamische Ressourcen im Netz zu optimieren“, sagte Audrey Zibelman, President und CEO von Viridity Energy. „Um diesen Service bieten zu können, suchten wir ein dezentrales Energiemanagementsystem von hoher Qualität, das sich bereits in der Praxis bewährt hatte. Mit DEMS von Siemens fanden wir genau das System, das diese Anforderung erfüllte“, ergänzte Zibelman. „In Zusammenarbeit mit Partnern wie Viridity werden wir gemeinsam innovative Smart-Grid-Lösungen auf Basis unseres DEMS anbieten und so die Leistungsfähigkeit unseres Systems auch in den USA weiter unter Beweis stellen“, sagte Ralf Christian, CEO der Power Distribution Division im Siemens-Sektor Energy.

Viridity bietet Betreibern von dezentralen Stromerzeugungsanlagen die Zusammenschaltung dieser Anlagen an sowie den optimierten Betrieb der regelbaren Lasten bei Großverbrauchern wie Universitäten, Industrieunternehmen und Behörden. Der Energiedienstleister baut mit Hilfe des dezentralen Energiemanagementsystems von Siemens virtuelle Kraftwerke auf, die an die spezifischen Anforderungen der Betreiber angepasst sind. Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Siemens-Umsatzes.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter.

Dietrich Biester | Quelle: Siemens Energy
Weitere Informationen: www.siemens.de/energy

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