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Röntgenmessverfahren zur 3-D-Bildgebung - Helix-CT

23.04.2009
Die aus der Medizintechnik bekannte Helix-Computertomographie wurde modifiziert und mit einem Flächensensor ausgestattet. Damit wird eine deutlich verbesserte Qualität der Bilddaten im Vergleich zu bisher bekannten Verfahren der industriellen Tomographie erzielt.

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Bei quantitativen Messungen wird eine hohe Homogenität der rekonstruierten Dichten im gesamten Prüfobjekt erreicht. Die Helix-CT ermöglicht damit nicht nur präzises dimensionelles Messen, sondern es können auch sehr lange Objekte (Rohre, Stangen oder Rotorblätter) innerhalb eines einzigen Messvorgangs erfasst werden.


Die Röntgen-Computertomographie dient zur dreidimensionalen Darstellung des Inneren von zu untersuchenden Objekten etwa aus dem Fahrzeugbau oder aus der Luft- und Raumfahrt. Bei großen Öffnungswinkeln des kegelförmigen Röntgenstrahls häufen sich bei den derzeit weitverbreiteten Systemen hütchenartige Abbildungsfehler, die sogenannten Feldkamp-Artefakte, vor allem in allen Bereichen abseits der mittleren Ebene des Röntgenstrahls. In diesen dezentralen Schichten ist die Bildqualität der konventionellen Messmethode sehr reduziert.

Die Helix-CT (lat. Helix = Wendel) vermeidet diese Problematik durch eine intelligente Aufnahmegeometrie. Im Vergleich zur herkömmlichen 3-D-Computertomographie werden hier schraubenförmige statt der sonst üblichen Kreisbahnen gefahren. Hierfür wird das Objekt von Projektion zu Projektion geringfügig gedreht und gleichzeitig in Richtung der Drehachse verschoben. Dadurch verbessert sich im gesamten Messvolumen die Detailerkennbarkeit, da die Ortsauflösung in allen drei Raumdimensionen isotrop ist.

Die Helix-CT erreicht bei quantitativen Messungen eine hohe Homogenität der rekonstruierten Dichten im gesamten Prüfobjekt. Damit ermöglicht die Helix-CT auch präzises dimensionelles Messen, d. h. Metrologie mit minimalen geometrischen Fehlern bei der Abbildung. Ebenfalls können damit sehr lange Objekte (Rohre, Stangen oder Rotorblätter) innerhalb eines einzigen Messvorgangs erfasst werden.

Das Röntgen-Messverfahren Helix-CT wird vom Fraunhofer IIS am Messestand der Fraunhofer-Allianz Vision (Halle 1, Stand 1502) bei der Control 2009 in Stuttgart, 5. bis 8. Mai, präsentiert. Die Fraunhofer-Allianz Vision ist ein Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten zu den Themen Bildverarbeitung, optische Inspektion und 3-D-Messtechnik, Röntgenmesstechnik und zerstörungsfreie Prüfung.

Fachkontakt:
Dr. Norbert Bauer
Fraunhofer-Allianz Vision
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Telefon: +49 9131 776-500
Fax: +49 9131 776-599
E-Mail: vision@fraunhofer.de

Pressekontakt:
Fraunhofer-Allianz Vision
Regina Fischer M. A.
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Telefon: +49 9131 776-530
Fax: +49 9131 776-599
E-Mail: vision@fraunhofer.de

Regina Fischer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.vision.fraunhofer.de
www.vision.fraunhofer.de/de/0/projekte/447.html

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