Anzeige

Er kommt zuverlässig und er kommt allein. Flink und schnell zieht er sich am Seil nach oben. Meter für Meter, bis er die riesigen Rotorblätter der Windkraftanlage erreicht hat. Dann macht er sich an die Arbeit.
Jeden Zentimeter Fläche auf den Rotorblättern nimmt er gründlich ins Visier, nichts entgeht ihm. Jeden Riss, jede Delamination im Material registriert er und leitet deren genaue Positionen weiter. Bei diesem Job ist er dem Menschen überlegen: der Roboter.
Die Forscher am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF sind Experten in Sachen Roboter – egal ob für die Fassadenreinigung, die Inspektion von Abwasserkanälen oder als Assistenz des Menschen. Ihr neuester Helfer: RIWEA, der Prüfroboter für Rotorblätter von Windkraftanlagen. Die hauptsächlich aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellten Rotorblätter müssen viel aushalten – Wind, Trägheitskräfte, Erosion. Bisher überprüfen Menschen die Windkraftanlagen regelmäßig.
Kein leichtes Unterfangen, schließlich müssen die Techniker in luftiger Höhe große Flächen unter die Lupe nehmen – bis zu 60 Meter lang kann ein Rotorblatt sein. »Unser Roboter ist nicht nur ein guter Kletterer«, sagt Dr. Norbert Elkmann, Projektleiter am IFF. »Er ist mit einer Reihe von modernen Sensorsystemen ausgestattet. Damit kann er die Rotorblätter genau überprüfen.« Sind Risse auf der Fläche? Sind die Klebeverbindungen und die Laminierungen in Ordnung? Ist die Verbindung zum zentralen Steg beschädigt?
Das Inspektionssystem besteht aus drei Teilen: Ein Infrarotstrahler leitet Wärme auf die Oberfläche der Rotorblätter, eine hochauflösende Wärmekamera nimmt die Temperaturmuster auf und registriert so Fehler im Material. Zusätzlich ist ein Ultraschallsystem mit an Bord sowie eine hochauflösende Kamera. So kann der Roboter auch Schäden feststellen, die dem menschlichen Auge verborgen geblieben wären.
Ein speziell entwickeltes Trägersystem sorgt dafür, dass der Inspektionsroboter sicher und präzise entlang der Rotorblattfläche geführt wird. »Das ist eine hochkomplexe Bühne mit 16 Freiheitsgraden, die sich selbstständig an Seilen hochziehen kann«, erklärt Elkmann. Der Vorteil des Systems: Es kann an jeder Windkraftanlage seinen Dienst verrichten – egal ob groß oder klein, zu Land oder Off-Shore. Der Roboter liefert immer ein genaues Zustandsprotokoll der Rotorblätter, ohne Menschen in Gefahr zu bringen und ohne Schäden zu übersehen.
Dr. Norbert Elkmann | Quelle: Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen: www.iff.fraunhofer.de
Weitere Berichte zu: hochauflösende Wärmekamera > IFF > Infrarotstrahler > Inspektionssystem > Riss > Roboter > Rotorblatt > Seil > Ultraschallsystem > Windkraftanlage
Innovation promises expanded roles for microsensors
08.02.2012 | Purdue University
Automatisierungstechnik: neue Montageanlage ist Modellfabrik, Lehr- und Forschungsplattform
08.02.2012 | Hochschule Darmstadt
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten