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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt gezielt die Kompetenz von Forschern, die an künftigen Batterien für Elektroautos arbeiten.
Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (MdB) hat am Mittwoch im Forschungszentrum Jülich den offiziellen Startschuss für einen Forschungsverbund zur Entwicklung künftiger Batterietechnologien gegeben: Im "Elektrochemie Kompetenzverbund-Nord" erhalten sechs Forschungseinrichtungen und Universitäten insgesamt 11 Millionen Euro.
"Deutschland soll ein Leitmarkt für Elektromobilität werden", sagte Thomas Rachel. "Sichere, leistungsstarke und bezahlbare Lithium-Ionen-Batterien sind das Herzstück der Elektroautos der Zukunft. Der neue Forschungsverbund wird helfen, die Batterien so schnell wie möglich zu entwickeln."
Woher das Wachstum kommt: Die Hightech-Strategie
Das Forschungszentrum Jülich koordiniert den Verbund mit den weiteren Projektpartnern Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Leibniz Universität Hannover, Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH Düsseldorf und der Ruhr-Universität Bochum. "Wir haben Standorte ausgewählt, die bei der Elektromobilität bereits über einschlägige Kompetenz verfügen", sagte Rachel. "Nun geht es darum, diese Stärken zu stärken."
Das Verständnis der in der Batterie ablaufenden elektrochemischen Prozesse ist der Schlüssel für die Entwicklung zukünftiger Batteriegenerationen, die den Kundenbedürfnissen gerecht werden sollen. Dabei verfolgt der Kompetenzverbund Nord zwei Ansätze, um die Forschungsbasis in Deutschland im Bereich der Batterieforschung nachhaltig zu erhöhen: Zum einen arbeiten die Forscher an verbesserten Batteriematerialien. Ziel ist es, Batteriezellen mit höherer Energiedichte und Leistungsdichte zu liefern. Zum anderen sollen gemeinsame Curricula und Ausbildungsmodule entwickelt werden, um die Ausbildung von wissenschaftlichem und technischem Nachwuchs auf dem Gebiet der Elektrochemie zu verbessern.
Um den Wandel zur Elektromobilität zu unterstützen, investiert die Bundesregierung im Zeitraum von 2005 bis 2013 mehr als 700 Millionen Euro. Darin enthalten sind 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Zu den vom BMBF geförderten Maßnahmen in Höhe von rund 200 Millionen Euro gehören weitere Projekte zur Batterieforschung: Beispiele dafür sind der vor wenigen Wochen gestartete, "Elektrochemie Kompetenz-Verbund-Süd" unter Koordination des Karlsruhe Institute of Technology, der vom BMBF mit rund 20 Mio. Euro unterstützt wird. Auch die Innovationsallianz Lithium-Ionen-Batterie 2015 (LIB2015) trägt zu diesem Ziel bei. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von LIB2015 laufen seit Ende 2008 und werden vom BMBF mit 60 Millionen Euro gefördert. Die Industrie wird sich daran mit weiteren 360 Millionen Euro beteiligen.
Quelle: BMBF Newsletter
Weitere Informationen: www.bmbf.de/press/
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