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Der Freistaat Sachsen, Bund und EU investieren in die Spitzenforschung "made in Freiberg". Im Fokus: Innovative Halbleiterwerkstoffe für die Mikroelektronik- und Photovoltaik-Industrie. Diese Fördermaßnahme ermöglicht den Ausbau des Technologiezentrums Halbleitermaterialien (THM) in Freiberg.
Mit Beginn des neuen Jahres geht der Aufbau am Fraunhofer Technologiezentrum Halbleitermaterialien (THM) in Freiberg in die nächste Phase. Mit dem Bewilligungsbescheid über insgesamt 9,9 Mio. Euro gaben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Sächsische Aufbaubank im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst noch vor dem Jahreswechsel grünes Licht für die Erweiterung der Forschungseinrichtung. Die Förderung wird zu jeweils 20% vom Freistaat Sachsen und vom Bund sowie zu 60% von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung getragen. Damit kann das Fraunhofer THM seine technische Grundausstattung bis zum Jahr 2012 ausbauen. Durch eine Betriebsmittelförderung in Höhe von 1,2 Mio. Euro kommt zusätzliche Unterstützung vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Damit wird der Forschungsbetrieb am Fraunhofer THM auf ein solides Fundament gestellt.
Mit der Finanzierung werden umfangreiche Umbaumaßnahmen in den vom Fraunhofer THM im Freiberger Gewerbegebiet Süd angemieteten Räumen ermöglicht, um die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Technikums- und Laborbetrieb zu verbessern. Bereits seit Wochen laufen die Planungsaktivitäten auf Hochtouren. Gleichzeitig wird in Versuchsanlagen und Ausrüstungen zur Entwicklung von Prozessen für die Herstellung und Charakterisierung innovativer Halbleitermaterialien investiert. Diese investiven Maßnahmen sind die Grundlage für neue Projekte des Fraunhofer THM mit seinen Partnern aus Industrie und Forschung. Die Anzahl der Arbeitsplätze für Wissenschaftler und Techniker soll damit in den nächsten drei Jahren von derzeit acht auf etwa 20 steigen.
Das Fraunhofer THM wurde vor 5 Jahren in Freiberg als gemeinsame Abteilung der Fraunhofer-Institute IISB (Erlangen) und ISE (Freiburg) gegründet. Die Kernkompetenzen der Forschungseinrichtung liegen auf den Gebieten der Herstellung und der Bearbeitung von Halbleiterwerkstoffen. Mit den Investitionen ist das THM bestens für weiterführende Forschungsaufgaben - insbesondere für die Freiberger Halbleiterindustrie - gerüstet. Bei der Bearbeitung seiner Forschungsprojekte kooperiert das Fraunhofer THM mit der TU Bergakademie, speziell mit dem Institut für Experimentelle Physik, um Synergien zu nutzen. Dies trägt in hohem Maße dazu bei, dass der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Freiberg weiter gestärkt wird.
Ein Zeichen für die erfolgreiche Zusammenarbeit des Fraunhofer THM mit der Freiberger Halbleiterindustrie ist die Verleihung des Innovationspreises 2009 durch den Förderkreis für die Mikroelektronik e.V.. Die Preisverleihung würdigt die Ergebnisse eines gemeinsam mit der SolarWorld AG durchgeführten Projekts zur Verbesserung der Materialqualität von Photovoltaik-Silicium mit Hilfe von Magnetfeldern. Die Forschungsaktivitäten am Fraunhofer THM begrenzen sich jedoch nicht nur auf den Raum Freiberg oder Sachsen. So ist das THM im Rahmen des BMBF-Spitzenclusters "Solar Valley Mitteldeutschland" bereits an verschiedenen Forschungsprojekten mit Kooperationspartnern aus Thüringen und Sachsen-Anhalt beteiligt.
Ansprechpartner:
Dr. Jochen Friedrich
Fraunhofer THM
Am St. Niclas Schacht 13, 09599 Freiberg/Sachsen
Tel.: +49-3731-2033-100
Fax: +49-3731-2033-199
E-Mail: info@thm.fraunhofer.de
Fraunhofer IISB:
Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB betreibt angewandte Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Mikro- und Nanoelektronik, Leistungselektronik und Mechatronik. Mit Technologie-, Geräte- und Materialentwicklungen für die Nanoelektronik sowie seinen Arbeiten zu leistungselektronischen Systemen für Energieeffizienz, Hybrid- und Elektroautomobile genießt das Institut internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Vertragsforschung für die Industrie und öffentliche Einrichtungen. Neben seinem Hauptsitz in Erlangen hat das IISB zwei weitere Standorte in Nürnberg und Freiberg. Das IISB arbeitet eng mit dem Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente an der Universität Erlangen-Nürnberg zusammen.
Fraunhofer THM
Das Fraunhofer-Technologiezentrum Halbleitermaterialien Freiberg (THM) betreibt Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Halbleitermaterialien für die Photovoltaik und die Mikroelektronik. Das THM ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) in Erlangen und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Es besteht eine enge Kooperation mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg auf dem Gebiet der Halbleiterherstellung und -charakterisierung. Ein Hauptziel ist die Unterstützung der regionalen Halbleitermaterialindustrie durch den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die industrielle Verwertung.
Dr. Bernd Fischer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.iisb.fraunhofer.de
www.thm.fraunhofer.de
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