Anzeige
Brüche des Beines werden heutzutage noch genau wie vor 150 Jahren zur Ruhigstellung mit Gipsverbänden behandelt. Bereits in der Vergangenheit wurde versucht diesen Prozess zu verbessern, jedoch nicht immer mit Erfolg.
Es wurden Orthesen wie die Thomasschiene oder die Mainzer Orthese entwickelt, in denen das Körpergewicht am Sitzbeinhöcker aufgenommen und mittels Schienen zum Boden geleitet wird. Vor allem die eng sitzende Schalenform und der punktuelle Druck sorgten jedoch für eine geringe Akzeptanz bei Personen, die "nur" einen Bruch im Bereich des Beines hatten.
Ein weiterer Versuch, das Problem zu lösen, stellt der Allgöwer Apparat dar, welcher das Körpergewicht unterhalb des Kniegelenkes aufnimmt und mittels elastischer Seilzüge auf einen Steigbügel überträgt. Damit kann aber keine komplette Entlastung erzielt werden. Ein großer Nachteil besteht außerdem in einer erhöhten Gefahr der Ödembildung und der Verlängerung des betroffenen Beines um mindestens 5 cm, so dass auf der Gegenseite ein entsprechender Keil am Schuh angebracht werden muss, um einen Beckenschiefstand zu vermeiden.
Ein natürliches Gehen ist mit all diesen Methoden nur schwer umsetzbar. Aus diesen Gründen werden immer häufiger Orthesenstiefel oder "Walker" eingesetzt, die nicht nur eine bessere Körperreinigung sowie eine Anpassung je nach Schwellzustand des Beines erlauben, sondern auch eine zusätzliche Kompressionstherapie ermöglichen. Um die Gehstabilität zu gewährleisten werden häufig Gehstützen eingesetzt. Damit kann die Belastung im Bruchspalt minimiert und eine frühere Bruchheilung erzielt werden. Dennoch hat der Patient ein Handicap. Ein annähernd normales Gehen oder das Transportieren von Gegenständen ist nicht möglich, da die Hände zum Abstützen an der Unterarmgehstütze benötigt werden.
Um diese Nachteile zu verbessern, entwickelt die Abteilung "Orthopädie und Bewegungssysteme" eine Orthese, die nicht nur das gesamte Körpergewicht aufnehmen kann, um das verletzte Bein zu entlasten, sondern auch der Einsatz von Gehstützen überflüssig wird. Damit kann der Patient seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen, ohne befürchten zu müssen, über seine Gehstützen zu stolpern.
Das System ist so aufgebaut, dass es mit den bereits auf dem Markt befindlichen Orthesenstiefeln kompatibel ist, so dass während des Heilungsprozesses der Belastungsgrad individuell einstellbar ist, bis am Schluss nur noch der Orthesenstiefel benötigt wird.
Der Belastungsgrad wird mittels Kraftsensoren, die sich im Orthesenstiefel befinden aufgezeichnet, so dass der behandelnde Arzt oder Therapeut die jeweilige Belastung einfach auswerten und entsprechend anpassen kann. Dies ist auch für die objektive Bewertung der Versorgungsqualität eine enorme Erleichterung.
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dr. med. Urs Schneider
Telefon +49 711 970-3630 I urs.schneider@ipa.fraunhofer.de
Hubert Grosser | Quelle: Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen: www.ipa.fraunhofer.de/
www.ipa.fhg.de/index.php?id=83
Weitere Berichte zu: Bein > Beinorthese > Belastungsgrad > Gehstützen > Körpergewicht > Orthese > Orthesenstiefel > Orthopädie
Innovation promises expanded roles for microsensors
08.02.2012 | Purdue University
Automatisierungstechnik: neue Montageanlage ist Modellfabrik, Lehr- und Forschungsplattform
08.02.2012 | Hochschule Darmstadt
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten