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Studien haben gezeigt, dass Menschen als "Gewohnheitstiere" schwer von schlechten Angewohnheiten abzubringen sind, auch was ihre Energienutzung betrifft. Wie man uns trotzdem zu Energie-sparendem Verhalten bringen kann, untersuchen Psychologen der Ruhr-Universität im Projekt "change".
Ingenieure errechnen zudem das Einsparpotential durch Energiesparverhalten und messen den Erfolg der psychologischen Interventionen in verschiedenen Hochschulen.
Erste Ergebnisse des Projekts stellen die Forscher am 19. August 2009 vor (10 bis 17 Uhr, Veranstaltungszentrum Mensagebäude).
Hintergrund: Erkenntnisse zur Gewohnheitsbildung
Stoßlüften statt Fenster kippen, Geräte nicht auf Standby lassen, Heizungen nachts und am Wochenende herunter regeln - die Tipps kennen wir alle. Die Macht der Gewohnheit hindert uns aber daran, entsprechend zu handeln. Das zu ändern ist Ziel der Psychologen um Prof. Dr. Ellen Matthies.
Die Forscher haben eine Energiesparkampagne an Hochschulen entwickelt und an der TU Dortmund und der Uni Münster getestet. Die Elemente der Kampagne - die Vermittlung von Informationen, die Selbstverpflichtung der Hochschulmitarbeiter, Hinweisschilder zur Erinnerung (sog. Prompts), Belohnungen und Anreize wie etwa die Verlosung von Preisen - sind vor dem Hintergrund umweltpsychologischer Interventionsforschung entwickelt worden; besonders wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gewohnheitsbildung flossen ein. Ingenieure um den Energiespezialisten Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner (Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der RUB) erforschten das Energiesparpotential der Maßnahmen.
Optimierte Kampagne wird im Winter bundesweit getestet
Bei der Veranstaltung am 19. August stellen die Forscher ihren Praxispartnern die optimierte Energiesparkampagne für die zweite Projektphase in Form eines Webportals für Entscheider vor. Das Portal und die mit seiner Hilfe eingesetzten Energiesparkampagnen werden von mehreren Hochschulen bundesweit im kommenden Winter getestet.
Partner im Projekt
"Change" ist ein Verbundprojekt eines interdisziplinären Projektteams der Ruhr-Universität Bochum (Psychologie und Ingenieurwissenschaften) und der HIS GmbH (Experten für das Setting Hochschule) sowie der Praxispartner EnergieAgentur.NRW und Hochschulvertreter aus NRW und bundesweiter Hochschulen, gefördert durch das Bundesforschungsministerium (BMBF).
Weitere Informationen
Nadine Hansmeier und Jennifer Zielinski, Projektbüro change, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22668, E-Mail: change@rub.de, http://www.change-energie.de/projekt
Redaktion: Meike Drießen
Dr. Josef König | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.change-energie.de/projekt
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