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Ein geothermisches Kraftwerk am Salton Sea in Kalifornien wird bald viel mehr als nur Strom herstellen. Aus dem heißen Abwasser soll nämlich das Metall Lithium extrahiert werden. Ein kalifornisches Unternehmen namens Simbol Mining will eine Methode gefunden haben, wie man das wertvolle Metall zurückgewinnen kann. Experten gehen davon aus, dass sich der weltweite Verbrauch von Lithium, das für Batterien eine wichtige Rolle spielt, bis 2020 verdreifachen wird.
Zur Gewinnung von Lithium braucht man große Mengen an Wasser oder der Stoff wird aus Salzlösungen gewonnen. Lithiumsalze, insbesondere Lithiumchlorid, kommen verbreitet in Salzseen, vor. Die größten technisch ausbeutbaren Lithiumvorkommen befinden sich im Salton Sea und in den Salzseen in Bolivien und Chile. Die Forscher von Simbol Mining meinen, dass das Abwasser aus dem geothermischen Kraftwerk mindestens genauso viel Lithium enthält wie die Salzseen.
Silikate wirksam entfernen
Das geothermische Kraftwerk nutzt den Wasserdampf des bis zu 360 Grad Thermalwassers aus der Tiefe, um Turbinen anzutreiben. Vorhergehende Versuche Lithium aus diesem Thermalwasser abzuscheiden, scheiterten an den hohen Silikatwerten. Mit dem weltweit steigenden Bedarf setzt Simbol nun auf eine Technik, die am Lawrence Livermore National Laboratory entwickelt wurde. Dabei können die Silikate so abgeschieden werden, dass man sie aus dem Wasser filtern kann.
Bei der neuen Technologie wird die Wärme des Wassers auch zur Beschleunigung des gesamten Verfahrens genutzt. Der erste Testlauf ist nach Angaben von Simbol erfolgreich verlaufen. Simbol wird ein erstes Demonstrationswerk in Betrieb nehmen und eine Tonne Lithium im Monat gewinnen. Wenn dies erfolgreich läuft, plane man weitere größere Werke.
"Die Umweltbelastungen werden bei dieser Methode deutlich minimiert, meint der Geologe Michael McKibbon von der University of California in Riverside. Für Simbol-CEO Luka Erceg ist die Lithium-Gewinnung nur der erste Schritt, denn Salton Sea sei eine wahre Fundgrube für viele andere Substanzen.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.simbolmining.com
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