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Ein gebündelter Laserstrahl genügt, um einen kleinen, unbemannten Helikopter stundenlang in der Luft zu halten. Das hat LaserMotvie, ein Spezialist für Energieübertragung per Laserstrahl (Beamed Power), im Rahmen der AUVSI Unmanned Systems Conference demonstriert. Immerhin sechs Stunden kann ein Flug dauern, so LaserMotive-Präsident Tom Nugent.
Dabei ist es der Motor des 22 Gramm schweren Modellhubschraubers, der die Flugdauer begrenzt. "Es handelt sich um einen kleinen kommerziellen Bürstenmotor, der nicht für einen so langen Betrieb gedacht ist", erklärt Nugent gegenüber dem New Scientist. Prinzipiell ist die Laserenergieübertragung für Anwendungen von Flugdrohnen bis hin zu Weltraumaufzügen interessant.
Ausdauerleistung
Bei der Demonstration wurde das Licht einiger Nahinfrarot-Laser in einen sieben Zentimeter breiten Strahl gebündelt, der automatisch den Hubschrauber verfolgt. Das Fluggerät nutzt geeignete Photovoltaikzellen, um aus dem Laserstrahl Strom zu gewinnen und den Motor anzutreiben. Im Prinzip fliegt der Minihubschrauber unter Laserantrieb, bis der Motor ausbrennt, so der LaserMotive-Chef. Theoretisch könnte Beamed Power ein unbemanntes Fluggerät aber mit Energie versorgen, solange der Laser nur passend ausgerichtet werden kann.
Das sieht das Unternehmen als wesentlichen Vorteil der Technologie. Denn Akkus oder Brennstoffzellen können unbemannten Fluggeräten nur zu einer begrenzten Flugdauer verhelfen. Zwar liegt der Rekordflug einer Solardrohnen liegt mittlerweile bei über zwei Wochen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100826036/) und Solar Impulse ist bereits ein bemannter Nachtflug mit Solarenergie gelungen. Doch besteht gerade für das schweizerische Projekt wenig Zweifel, dass längere Solarflüge mit schweren Geräten eine große Herausforderung sind.
Weltraumtechnologie
LaserMotive dagegen ist überzeugt, dass die Energieübertragung per Laser vielseitig beispielsweise auch für militärische Helikopter und Drohnen eingesetzt werden kann. Denkbar wäre, dass Fluggeräte über einer Laserbasis interne Akkus aufladen und somit praktisch beliebig lange in der Luft verweilen können.
Dass Beamed Power für große Aufgaben gedacht ist, unterstreicht die Tatsache, dass die Technologie auch für die Energieübertragung bei Weltraumaufzügen angedacht ist. Die NASA hat im November 2009 einen Wettbewerb veranstaltet, wo Kletterroboter an einem 900-Meter-Kabel mit eben dieser Form der Energieversorgung auskommen mussten. Dabei konnte sich LaserMotive als erstes Team 900.000 Dollar Preisgeld sichern (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091106023/).
Thomas Pichler | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: lasermotive.com
symposium.auvsi.org
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