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Wer in Haus und Garten gern werkelt und schafft, kennt das Problem: Immer, wenn man den Elektro-Schrauber braucht, ist dem just der "Saft" ausgegangen - der Akku ist leer.
Anders ist das bei Lithium-Ionen-Akkus: Die speichern die einmal geladene Energie nicht nur länger, sie bringen mobil auch mehr Leistung - bis hin zum Einsatz in der Automobil- und Kraftwerksindustrie. Die Lübecker Firma Oberflächen- und Materialtechnologie (o.m.t.) will nun den nächsten Schritt mobiler Maschinentechnik einleiten: Sie will Lithium-Eisenphosphat-Akkus optimieren, damit die noch leistungsfähiger werden und länger "leben".
"Die Bedeutung hochwertiger Speichertechnologien für elektrische Energie explodiert seit einigen Jahren geradezu. Das neue Verfahren lässt auf zusätzliche Einsatzmöglichkeiten von Akkus in neuen Arbeitsfeldern hoffen", sagte heute Dr. Wulf Grimm, Abteilungsleiter Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 122.000 Euro fördert.
Lithium-Eisenphosphat-Akkus als Unterfamilie von Lithium-Ionen-Akkus werde ein besonders großes Zukunftspotenzial zugesprochen, betonte Grimm heute bei der Übergabe des Bewilligungsschreibens an o.m.t.-Geschäftsführer Dr. Detlev Repenning im Beisein von Lübecks Umweltsenator Thorsten Geißler und dem Geschäftsführer der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG), Dr. Gerd-Rüdiger Steffen. Einerseits erreichten sie besonders für den mobilen Einsatz die notwendig hohen Sicherheiten. Andererseits könnten die Akkus bis zu 10.000-mal aufgeladen werden, hätten also eine lange Lebens- und Nutzungsdauer.
In den Akkus der jüngsten Generation werde Kobaltoxid, das als Staub beim Einatmen Krebs erzeugen könne, durch Eisenphosphat ersetzt, sagte Repenning. Sie zeichneten sich durch Ungiftigkeit und gute Umweltverträglichkeit aus. Außerdem bestehe eine deutlich geringere Gefahr zur Feuerbildung und zu Explosionen. Eisenphosphat lasse sich aber auch deutlich billiger herstellen als Kobaltoxid. Und: Kobalt werde von nur wenigen Ländern geliefert, was zu enormen Preisschwankungen infolge von Rohstoffspekulationen führen könne. Eisenphosphat dagegen sei weltweit leicht verfügbar.
Sein Unternehmen wolle nun mit einem speziellen Verfahren die elektrische Leitfähigkeit des Lithium-Eisenphosphats erhöhen. Grimm: "Der technische Ansatz ist hoch innovativ und kann für die Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von Akkus einen Meilenstein bedeuten. Es bestehen gute Aussichten, dem wirtschaftlichen Einsatz solcher Speicher deutlich näher zu kommen."
Franz-Georg Elpers | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dbu.de
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