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Praxisnah, innovativ, interdisziplinär – dass diese Schlagworte aus
dem Leitbild der Hochschule Kempten keine leeren Worte sind, zeigt sich
einmal mehr an einem neuen Forschungsprojekt der Allgäuer Bildungsstätte.
Erst im Oktober wurde der am Bedarf der regionalen Wirtschaft ausgerichtete
Studiengang „Energie- und Umwelttechnik“ erfolgreich eingeführt. Vor Kurzem
folgte die Genehmigung eines zukunftsorientierten Energie-Forschungsprojektes
durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Ein von der Lindenberger Firma Stiefenhofer neu erstelltes Betriebsgebäude
wird von der Hochschule Kempten künftig als Demonstrationsgebäude für
innovative Energien genutzt.
Hervorgegangen aus einem kleinen Handwerksbetrieb mit 230-jähriger Tradition
gehört das Energietechnikunternehmen heute zu einem der Modernsten
der Region. So liegt es auf der Hand, dass das neue Firmengebäude von
Stiefenhofer bezüglich der Nutzung der natürlichen Energiequellen Sonne und
Erde konsequent optimiert wurde. Herausgekommen ist ein so genanntes
Plusenergiehaus mit positiver Energiebilanz, das deutlich mehr
Energie erzeugt als es verbraucht.
Die Hochschule Kempten wird im Rahmen des Forschungsprojektes das dort
bestehende Energiesystem mit modernen wissenschaftlichen Methoden aus
den Bereichen Regelungstechnik, Mathematik und Simulation analysieren
und weiter verbessern. Mit Hilfe einer computergesteuerten Kopplung der
Energieflüsse zwischen Solarthermie (Sonnenwärme) und Geothermie
(Erdwärme) soll letztendlich eine bestmöglich ausgelegte Energieversorgung
und Energieproduktion verwirklicht werden.
„Die intelligente Kopplung unterschiedlicher Energiequellen stellt eine Kernkompetenz unserer zukünftigen Ingenieure dar“, so der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Robert F. Schmidt. Studierende der Fakultät Maschinenbau,
allen voran aus dem Studiengang Energie- und Umwelttechnik werden im
Rahmen von Projekt- und Abschlussarbeiten in das Forschungsprojekt einbezogen.
„Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die praxisorientierte
Lehre unserer Hochschule und darüber hinaus für die gelebten Kooperationen
im Forschungs-, Technologie- und Wissenstransfer mit innovativen Unternehmen
der Region“, erklärt Schmidt.
Mit dem Bundesministerium wurde zunächst eine Laufzeit von 3,5 Jahren
vereinbart. Das Gesamtfördervolumen beträgt 380.000 Euro.
Sybille Adamer | Quelle: Hochschule Kempten
Weitere Informationen: www.hochschule-kempten.de
www.fh-kempten.de
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