Anzeige
Zwei Forscher der University of Wisconsin-Madison haben einen "Mikrogürtel" entwickelt, der Energie über Vibration aus einem langsamen Luftstrom erzeugen kann. Dieser eröffnet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, darunter die Gewinnung von Strom aus den Luftbewegungen im menschlichen Atemtrakt.
Ein Mikrowatt möglich
Das Prinzip basiert auf dem piezoelektrischen Effekt. Bestimmte Materialien, auch das von Chengliang Sun und Xudong Wang genutzte Polyvinylidenfluorid (PVDF), akkumulieren eine elektrische Ladung, wenn sie mechanischer Belastung ausgesetzt werden. Die beiden Forscher haben das Material weit genug entwickelt, um ausreichend Energie für den Betrieb von kleinen Sensoren und Geräten gewährleisten zu können.
"Wir nutzen die mechanische Energie biologischer Systeme. Der Luftfluss des menschlichen Atemsystems beträgt normalerweise unter zwei Meter pro Sekunde", erklärt Wang gegenüber PhysOrg.com. "Wir haben errechnet, dass man mit einem entsprechend dünnen Material bis zu einem Mikrowatt an Leistung gewinnen können."
Kraftwerke im Körper
Ihre Entwicklung soll künftig im medizinischen Bereich Anwendung finden. Sie könnten die Energiequelle für Glukose-Sensoren oder Herzschrittmacher bilden und so deren dauerhaften, von Batteriewechseln befreiten, Betrieb gewährleisten.
Das Team denkt, dass man PVDF bis auf eine Dicke im Submikronbereich reduzieren kann. Da der Stoff bio-kompatibel ist und nicht abgestoßen wird, ist auch die Anzapfung anderer, potenzieller und zuverlässiger Stromquellen des Körpers denkbar, wie etwa der Blutkreislauf.
Georg Pichler | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.wisc.edu
Weitere Berichte zu: Atmung > elektrische Ladung > Energiequelle > Herzschrittmacher > Hightech-Material > Mikrowatt
„All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim
Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten