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Der viel diskutierte Bau eines Fußballstadions in Erfurt mit derzeit vorgeschlagenen sechs Varianten ist auch Thema an der Fachhochschule Erfurt: An der Fakultät Gebäudetechnik und Informatik soll in Zusammenarbeit mit dem Sportamt der Stadt Erfurt eine Masterarbeit angefertigt werden, die im Sommer 2009 vorliegen soll. Betreut von Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Wienrich untersucht Studentin Martina Gängel mögliche Stadionbetriebskosten und deren Minimierung. Dazu hat sie jetzt mit der Datensammlung begonnen.
Ansatzpunkt der Masterarbeit in der Fachrichtung Gebäude- und Energietechnik ist die Tatsache, dass ein modernes Fußballstadion für die Verlängerung der Spielfeldnutzung und die Verbesserung der Qualität des Rasens eine Rasenheizung braucht. Dies ist ab der 2. Bundesliga sogar Lizenzvoraussetzung. Dabei verlängert die Rasenheizung im Herbst (November/ Dezember) und Frühjahr (März/ April) die Vegetationsperiode des Rasens. Für ein Spielfeld wird dabei eine notwendige Heizleistung von etwa einem Megawatt geschätzt, dies entspräche der installierten Heizleistung von 50 Einfamilienhäusern.
Der Lösungsansatz von Martina Gängel ist eine Wärme-Kälte-Kopplung mit der Eissporthalle: Die bei der Eiserzeugung und Kühlung entstehende Abwärme der Kältemaschinen wird nur zu einem Teil für die Beheizung der Halle selbst genutzt. Der Rest ließe sich, so die Erfurter Versorgungstechniker um Professor Wienrich, für die komplette oder zumindest weitestgehende Beheizung des Rasens im Fußballstadion verwenden. Dies würde die Betriebskosten enorm verringern. Voraussetzung dafür ist allerdings die örtliche Nähe des Fußballstadions zur Eissporthalle.
Kontakt: Professor Wienrich, wienrich@fh-erfurt.de , über 0361 6700-420
Roland Hahn | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fh-erfurt.de/
Weitere Berichte zu: Beheizung > Eishalle > Eissporthalle > Fußballstadion > Heizleistung > Masterarbeit > Rasen > Rasenheizung > Stadionrasen > Wärme-Kälte-Kopplung
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