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Der MUC-Controller kommuniziert mit allen gängigen IT-Systemen zur Zählerfernauslesung sowie Haushaltsverbrauchszähler für Strom, Gas, Wasser sowie Fernwärme und ist eine wesentliche Voraussetzung zur Realisierung eines intelligenten Messsystems (Smart Metering).
Aktuell arbeiten im FNN Anwender, Hersteller, Verbände und Institutionen gemeinsam an der Realisierung eines modular aufgebauten und herstellerunabhängigen Konzeptes. "Dieses Konzept besteht aus elektronischen Zählern und einem Kommunikationsmodul, dem MUC-Controller", so Kerber weiter.
Modular bedeutet, dass Messtechnik und schnelllebige Weitverkehrskommunikation in getrennten Geräten realisiert werden. Zusätzliche Anforderungen, beispielsweise die In-house-Kommunikation, können als weitere Module hinzugefügt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Messtechnik und schnelllebige Kommunikationstechnik können getrennt eingebaut oder ausgetauscht werden. Der Kunde bezahlt nur die Hardware für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen.
Die herstellerübergreifende Standardisierung stellt sicher, dass Module verschiedener Anbieter verwendet werden können, zusammen funktionieren oder einzeln ausgetauscht werden können. Vorraussetzung dafür sind festgelegte Schnittstellen und Kommunikationsstandards. Verwendet werden gebräuchliche Standards wie zum Beispiel TCP/IP, für die Primärkommunikation zwischen Zähler und MUC-Controller auch den sogenannten Funk-M-Bus, der erst kürzlich mit der Open Metering Spezifikation (OMS) beschrieben wurde.
Mit der nationalen Umsetzung der EU-Endenergieeffizienzrichtlinie (EDL) durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und die Messzugangsverordnung (MessZV) hat das Thema "Smart Metering" an Bedeutung gewonnen. Ab 1. Januar 2010 müssen demnach in Neubauten und bei größeren Renovierungen gemäß § 21b EnWG Messeinrichtungen installiert werden, die dem Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln. Dies wird im Rahmen des modularen Konzeptes durch den elektronischen Basiszähler (EDL21-Zähler) realisiert. Spätestens bis zum 30. Dezember 2010 sollen dem Elektrizitätsverbraucher gemäß § 40 EnWG zusätzlich lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife angeboten werden, die einen Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzen. Dies erfolgt durch die Ergänzung des Basiszählers um den MUC-Controller (EDL40-System).
Spezifikationen für die entsprechenden EDL-Funktionen werden derzeit im FNN abgestimmt. Dabei werden auch die genauen Randbedingungen, die die neuen Zähler aus datenschutzrechtlicher Sicht erfüllen müssen, geklärt. Ziel ist es, möglichst preisgünstige und einfach zu realisierende Lösungen zu finden. Diese neuen elektronischen Haushaltszähler, die zusätzlich zum Zählerstand auch Verbrauchsdaten speichern, anzeigen und über standardisierte Schnittstellen übertragen können, werden die konventionellen Ferraris-Zähler ab 2010 ablösen.
Über FNN:
Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) ist ein Ausschuss des VDE mit eigenem Förderkreis und Geschäftstelle. Mitglieder sind Unternehmen, Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden, mit besonderem Interesse an den Themengebieten Netztechnik/Netzbetrieb. Ziel des FNN sind eine adäquate technische Sicherheit und Versorgungsqualität. FNN entwickelt und verbreitet VDE-Anwendungsregeln für Betrieb und Sicherheit des Betriebes von Übertragungs- und Verteilungsnetzen als Teil des VDE-Vorschriftenwerkes. Darüber hinaus gibt das FNN Hinweise für den optimalen Einsatz der Ressourcen, um größtmögliche Sicherheit, Versorgungszuverlässigkeit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit zu erreichen.
Pressekontakt: Melanie Mora, Tel. 069-6308461, melanie.mora@vde.com
Melanie Mora | Quelle: VDE
Weitere Informationen: www.vde.com
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