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Elektromobilität mit System

07.10.2010
Mehr als ein Jahrhundert sorgte der Verbrennungsmotor für Automobilität. Doch die begrenzten Erdöl-Vorräte und der Klimawandel zwingen zum Umdenken.

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Künftig sollen die Fahrzeuge nicht mehr mit Sprit, sondern mit Strom betrieben werden. Die Elektrofahrzeuge – und auch elektrisch betriebene Plug-In-Hybridfahrzeuge – haben einige Vorzüge: Sie wandeln die Energie deutlich effizienter um als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, stinken nicht und verursachen keinen Lärm.


Zudem sind Elektroautos umweltfreundlich – besonders wenn der Strom aus regenerativen Quellen gewonnen wird. Doch damit Elektrofahrzeuge alltagstauglich werden, bedarf es noch einiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Es werden nicht nur neue Antriebskonzepte benötigt, sondern auch neue Bauteile wie etwa sichere, leistungsfähige, langlebige und kostengünstige Batterien oder neue Schnittstellen, die regeln, wie Energie erzeugt, transportiert, verteilt und gespeichert wird.

Das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP), das bereits seit zwei Jahren das Entwicklungszentrum „Automotive Quality Saar AQS“ betreibt, hat mit dem Bereich Elektromobilität einen neuen FuE-Schwerpunkt in Angriff genommen. In dem modernen Entwicklungszentrum werden sowohl Automobilwerkstoffe als auch Verarbeitungsprozesse für die Automobilzulieferindustrie auf ihre Qualität geprüft. Die Fraunhofer-Forscher beschäftigen sich außerdem mit speziellen Fragen der Entwicklung von Elektro- und elektrisch betriebenen Plug-In-Hybridfahrzeugen. Dabei stehen neue Fahrzeugkonzepte mit Leichtbaukomponenten ebenso im Fokus wie Konzepte für Batterieaufhängung und Batteriewechselsysteme. Aufgabe ist es, leichte aber dennoch betriebsfeste und crashsichere Batterien zu konstruieren, die Effizienz der Batterien zu steigern und die Dauer der Ladezeiten zu verkürzen ohne die technische Sicherheit zu beeinträchtigen. Das Zusammenspiel der neuen Fahrzeugkomponenten und Schnittstellen untersuchen die Experten in speziellen Prüfzentren. Dort können die neuen Lösungen auf unterschiedliche Aspekte wie Mechanik, Elektronik oder Crashsicherheit getestet werden.

Die jetzt in Saarbrücken gestarteten Aktivitäten sind Teil einer breiten Initiative „Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität“, an der mehr als 30 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft im Auftrag des BMBF beteiligt sind. Das besondere an diesem Ansatz ist, alle Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität zu betrachten und aufeinander abgestimmt zu erforschen - ausgehend von der Energieerzeugung, über den Transport und die Verteilung der Energie durch die Stromnetze, die Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, die Energiespeicherung bis hin zu neuen Fahrzeugkonzepten mit einer neuen Infrastruktur sowie Nutzungs- und Abrechnungskonzepten.

Kontakt:
Dr.-Ing. Bernd Valeske
Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP
Campus E3 1 66123 Saarbrücken
Telefon: 06 81/93 02 - 39 89
E-Mail: bernd.valeske@izfp.fraunhofer.de

Helga Hansen | Quelle: Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen: www.geniales-saarland.de
www.elektromobilitaet.fraunhofer.de

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