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Elektroautos bald unterwegs im Lausitzer Revier

18.08.2011
BTU, German E-Cars und Vattenfall stellen erstes e-SolCar vor

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Das erste von insgesamt 50 Elektrofahrzeugen wurde heute in Cottbus anläss-lich der Auftakt-Veranstaltung des Projektes „e-SolCar vorgestellt. Das auf drei Jahre angelegte Berlin-Brandenburgische Leitprojekt der drei Projektpartner BTU, German E-Cars und Vattenfall soll die Funktionsweise von Elektrofahr-zeugen als Stromspeicher sowie deren Einsatz im Alltag untersuchen.


Die Gäste, unter Ihnen der Staatssekretär des Brandenburgischen Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Henning Heidemanns, konnten sich von der Funktion und Fahrweise eines zum E-Car umgebauten Opel Cor-sas sowie der dazugehörigen Ladeinfrastruktur überzeugen.

Henning Heidemanns unterstrich die Bedeutung des Forschungsprojektes für das Land Brandenburg: „Mit e-SolCar kann Brandenburg seine Spitzenpositi-on im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter festigen. Als eines unserer Leitprojekte leistet e-SolCar nicht nur einen Beitrag zur Entwicklung innovativer und klimafreundlicher Mobilitätskonzepte, sondern auch zum Einsatz intelligen-ter Energienetze im Rahmen des Ausbaus der Energieinfrastruktur. Gerade in dieser Frage stehen wir vor großen Herausforderungen. Besonders erfreulich ist es, dass bei e-SolCar Wirtschaft und Wissenschaft zusammengefunden haben, um den Einsatz regenerativer Energie wissenschaftlich zu erforschen und gleichzeitig wirtschaftlich verwertbare Produkte zu entwickeln.“

In den kommenden Monaten wird die Fahrzeugflotte durch weitere 30 PKWs, 16 Kleintransporter und vier Jeeps vervollständigt. Parallel erfolgt der Aufbau der Ladeinfrastruktur mit insgesamt 100 Ladepunkten in Cottbus und der um-liegenden Energieregion sowie an den Tagebau- und Kraftwerksstandorten von Vattenfall.

Die gesamte wissenschaftliche Begleitung sowie Koordinierung des Projekts liegt in Händen der BTU Cottbus. „Die BTU Cottbus ist in Forschungskreisen international bekannt für ihre Kompetenzen im Energiebereich. Mit diesem Pilotprojekt unterstreichen wir dies eindrucksvoll. Die BTU Cottbus erhält vom gesamten Projektvolumen von 9 Mio € rund 2,2 Mio.€, wovon 83 Prozent vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, EFRE, und 17 Prozent vom Land Brandenburg kommen. Die Mittel fließen vor allem in wissenschaftliche Mitarbeiterstellen. Mit Hilfe solcher Projekte können wir versuchen, die Unterfi-nanzierung durch das Land etwas auszugleichen. Die wissenschaftliche Be-gleitung durch unseren Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstech-nik von Prof. Dr. Harald Schwarz wird sich mit der Lade-Technologie sowie der Analyse der Auswirkungen auf die Stromnetze beschäftigen.«, erklärt der Prä-sident der BTU Cottbus, Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli.

„German E-Cars steht als Vorreiter im Bereich der Elektromobilität – wir ma-chen Elektromobilität erfahrbar! Die zukünftige Fahrzeugflotte in Cottbus wird weitere Erkenntnisse zum Nutzungsverhalten von Elektrofahrzeugen im Be-reich PKW, leichten Nutzfahrzeugen und Off-Road-PKW’s bringen. Die Erfah-rungen im Betrieb von Elektroautos mit einem Range Extender werden die Vorreiterrolle von German E-Cars unterstreichen. Mit dem Projekt e-SolCar haben wir die richtigen Partner, mit denen wir diese Rolle auch auf den Bereich der Netzkopplung ausweiten können. Dabei werden wir gemeinsam Antworten auf die Fragen erhalten, welche Rolle E-Fahrzeuge in Zukunft spielen können, um die Schwankungen bei der regenerativen Energieerzeugung auszuglei-chen“, so Frank Laaber, Geschäftsführer der German E-Cars GmbH.

Hauptanliegen für Vattenfall ist bei diesem Forschungsprojekt die technische Realisierung der Einspeisung und Entnahme von elektrischer Energie über Batterien in das Stromnetz zu untersuchen. Das Novum, die Elektrofahrzeuge aktiv am Lastmanagement zu beteiligen, ermöglicht erstmalig die Stabilität des Netzes in Phasen sich rasch ändernder Einspeisung von Wind- und Sonnen-strom aufrecht zu erhalten. „Bei einem Energieüberschuss nutzt der Fahrer den verfügbaren Strom zum Laden, bei Energiemangel speist das Fahrzeug Strom in das Netz ein. Dadurch werden die Nachteile der Stromerzeugung aus regenerativen Energien auf das Energieversorgungsnetz spürbar abgepuffert“, so Hubertus Altmann, Vorstandsmitglied bei der Bergbausparte von Vattenfall. „Elektromobilität kann dazu beitragen, die Energiewende und die damit ver-bundenen Herausforderungen zu meistern.“

Im September dieses Jahres werden insgesamt zehn Fahrzeuge erwartet. Die vollständige Fahrzeugflotte soll im Februar 2012 zur Verfügung stehen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt steht unter dem Slogan „Inves-tition in Ihre Zukunft!“.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen sind:

Dr. Marita Müller, BTU Cottbus,
Telefon (0355) 69 - 32 06, marita.mueller@tu-cottbus.de

Frank Laaber, German E-Cars GmbH,
Telefon (05674) 99 83 - 380, f.laaber@german-e-cars.de

Kathi Miedtank, Vattenfall Europe AG,
Telefon (0355) 28 87 - 30 10, kathi.miedtank@vattenfall.de

Dr. Marita Müller | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tu-cottbus.de

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