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E-Mobility und Smart Grids

07.09.2009
Siemens beteiligt sich als Technologiepartner für Energie-
management und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge am Harz.EE-mobility-Projekt

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Neben dem Edison-Projekt in Dänemark und dem Autostrom-Projekt von RWE ist das Harz.EE-mobility-Projekt ein weiteres Projekt, an dem sich Siemens Energy gemeinsam mit dem Siemens-Forschungszentrum Corporate Technology als Technologiepartner für Energiemanagement und den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos beteiligt.


Der offizielle Startschuss des Projektes „Harz.ErneuerbareEnergien-mobility“ fiel am 7. September auf einer Auftaktveranstaltung in Halberstadt im Harz. Hinter dem Projekt steht ein Konsortium, das sich aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen zusammensetzt. Das Projekt wird mit einem Volumen von zwölf Millionen Euro bis 2011 vom Bundesumweltministerium gefördert. Ziel ist es zu erforschen, wie sich regionale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen mit den Bedürfnissen der Benutzer von Elektrofahrzeugen in Einklang bringen lassen.

„Elektromobilität wird Teil unseres Energieversorgungsnetzes werden. Das Smart Grid hilft dabei, den Anteil klimafreundlicher Stromerzeugung zu erhöhen“, sagte Uwe Gerecke, CFO der Geschäftseinheit Medium Voltage im Siemens-Sektor Energy. „Voraussetzung dafür ist eine intelligente Abstimmung zwischen Stromerzeugung, Stromverteilung und Elektrofahrzeug als mobiler Energiespeicher. Weil die Batterien der Elektroautos zeitlich variabel geladen werden können, lassen sich die tages- und jahreszeitlich schwankenden Anteile erneuerbarer Energien im Netz besser nutzen. Das ganze Energiesystem wird dadurch flexibler und umweltfreundlicher.“

Siemens bringt in das Harz.EE-mobility-Projekt seine Expertise als einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet intelligenter Stromversorgungsnetze, den Smart Grids, ein. Elektrofahrzeuge können in einem Smart Grid zur Ausbalancierung des schwankenden Angebots erneuerbarer Energien im Stromnetz genutzt werden. Hierbei können die Fahrzeuge nicht nur geladen werden, wenn zuviel Strom zur Verfügung steht. Die Fahrzeuge können bei Bedarf auch elektrische Energie ins Netz speisen. Dazu wird eine ausgeklügelte Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge nötig sein. Siemens ist derzeit dabei, erste Konzepte zu erarbeiten. Wind, Sonne und andere alternative Energiequellen tragen im Landkreis Harz im Durchschnitt bereits mehr als die Hälfte zur Stromversorgung bei. Ihr Anteil liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt, der bei der Stromerzeugung bei rund 15 Prozent liegt. Häufig kann jedoch die Energie nicht lokal genutzt werden und muss mit Verlusten in andere Regionen transportiert werden. Im Rahmen des Projektes sollen Elektroautos, beispielsweise von Lieferdiensten oder Carsharing-Modellen, ins Stromnetz im Harz eingebunden werden. Siemens entwickelt dazu Energiemanagementsysteme, die viele kleine Energieeinheiten automatisch verwalten können. Dabei geht es um Ladestationen und die Vernetzung von Systemkomponenten sowie deren standardisierte Einbindung in das intelligente Stromnetz.

Die Reichweite heutiger Elektrofahrzeuge reicht nicht an die von Autos mit Verbrennungsmotor heran, deshalb ist eine geschickte Platzierung von Ladestationen nötig. Ein Energiemanagement-system von Siemens leitet den Fahrer abhängig vom Ladezustand seines Fahrzeuges so, dass er seine Strecke an die Position und Energieverfügbarkeit der Ladestationen anpassen kann. Das System muss dabei die im Netz vorhandene umweltfreundliche Energie mit der Netzinfrastruktur und dem Strombedarf der Elektroautos abstimmen und bestmöglich einsetzen. Zudem hilft das Energiemanagementsystem bei der Einbindung der Elektroautos in das Stromnetz und liefert die Anschlussinfrastruktur für Elektrofahrzeugflotten, Parkhäuser und -plätze.

Im Konsortium von Harz.EE-mobility arbeiten Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen zusammen. Dazu gehören die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Projektkoordinator), die Hochschule Harz, das Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) Kassel, die Deutsche Bahn, das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg, Vodafone, Siemens, E.ON Avacon, die Halberstadtwerke sowie die Stadtwerke Blankenburg, Quedlinburg und Wernigerode und die Regenerativ Kraftwerke Harz, Krebs & Aulich in Derenburg sowie in.power in Mainz.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter.

Siemens Corporate Technology gehört mit rund 3.000 Forschern und Entwicklern und mehr als 55.000 aktiven Patenten zu den führenden globalen Forschungsnetzwerken innerhalb eines Technologieunternehmens. Innovationen sind für die Siemens AG der wichtigste Hebel für Wachstum und Produktivität. Im Geschäftsjahr 2008 investierte Siemens mit 3,8 Mrd. Euro 4,9 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland

Informationsnummer: EPD200909083

Quelle: Siemens Energy
Weitere Informationen: www.siemens.de/energy

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