Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Was bringt der energetische Biomasseanbau in der Stadt?

11.01.2011
Der nun vorliegende Abschlussbericht eines vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderten und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) fachlich betreuten Forschungsprojektes gibt erste Antworten zu den Fragen, ob – und wenn ja in welchem Umfang – die Biomasseproduktion auf städtischen Recyclingflächen tragfähig sein kann und wie diese umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse können nun als Endbericht auf der Homepage des BBSR im BBR heruntergeladen werden.

Anzeige

Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Energieversorgung in Verbindung mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung stellen städtische Brach- und Recyclingflächen ein großes Potenzial für die Erzeugung von Biomasse zur energetischen Verwertung dar. Im Sinne der Flächenkreislaufwirtschaft ist es das Ziel von Bund, Ländern und Kommunen, diese un- oder mindergenutzten Flächen sinnvoll zu entwickeln und fundierte Konzepte und Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln.


Der innerstädtische Anbau von Energiepflanzen (z. B. Kurzumtriebsplantagen, Chinaschilf, Mais, Getreide) bzw. die direkte Nutzung des Flächenbewuchses (d. h. Landschaftspflegematerial) stellt besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung, an Bewirtschafter, an Abnehmer sowie Genehmigungsbehörden. Eine Reihe von Unsicherheiten und Hemmnissen bei der Umsetzung konnten identifiziert werden. Diese lassen sich jedoch durch geeignete Maßnahmen (u. a. extensiver Anbau, Organisation, Kommunikation) sowie vorhandene Rechtsmittel (z. B. informelle Planungen, Zivilrecht) überwinden.

Der Abschlussbericht des vom 01. April 2009 bis 31.12.2009 gelaufenen Forschungsprojekts zeigt aber auch: neben der reinen Energiegewinnung können darüber hinaus eine Vielzahl weiterer, potenziell positiver Effekte, wie z. B. Flächeninwertsetzung, Bodenaufbereitung, Bildungsfunktion oder Imagegewinn mit einem urbanen Biomasseanbau verbunden sein.

Neben der Ermittlung und Analyse von bestehenden Flächenpotenzialen und der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit stellt der Bericht im Rahmen des Forschungsprojektes auch detaillierte Handlungsempfehlungen und Entscheidungshilfen für relevante Akteure (z. B. Bund, Kommunen) zur Verfügung.

Zusammenfassend wird deutlich, dass die Chancen für eine erfolgreiche Umsetzung des städtischen Biomasseanbaus besonders in der Integration in regionale bzw. kommunale Energieversorgungskonzepte gesehen werden. Ob und – wenn ja – inwieweit ein derartiger Biomasseanbau auf Recyclingflächen technisch umsetzbar, ökonomisch darstellbar und ökologisch vorteilhaft ist, kann aber letztendlich nur in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren durch eine Vor-Ort Betrachtung eines jeden Standortes ermittelt werden.

Partner: PROJEKTGRUPPE STADT+ENTWICKLUNG Ferber, Graumann & Partner

Antje Sauerland | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dbfz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp