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Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Energieversorgung in Verbindung mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung stellen städtische Brach- und Recyclingflächen ein großes Potenzial für die Erzeugung von Biomasse zur energetischen Verwertung dar. Im Sinne der Flächenkreislaufwirtschaft ist es das Ziel von Bund, Ländern und Kommunen, diese un- oder mindergenutzten Flächen sinnvoll zu entwickeln und fundierte Konzepte und Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Der innerstädtische Anbau von Energiepflanzen (z. B. Kurzumtriebsplantagen, Chinaschilf, Mais, Getreide) bzw. die direkte Nutzung des Flächenbewuchses (d. h. Landschaftspflegematerial) stellt besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung, an Bewirtschafter, an Abnehmer sowie Genehmigungsbehörden. Eine Reihe von Unsicherheiten und Hemmnissen bei der Umsetzung konnten identifiziert werden. Diese lassen sich jedoch durch geeignete Maßnahmen (u. a. extensiver Anbau, Organisation, Kommunikation) sowie vorhandene Rechtsmittel (z. B. informelle Planungen, Zivilrecht) überwinden.
Der Abschlussbericht des vom 01. April 2009 bis 31.12.2009 gelaufenen Forschungsprojekts zeigt aber auch: neben der reinen Energiegewinnung können darüber hinaus eine Vielzahl weiterer, potenziell positiver Effekte, wie z. B. Flächeninwertsetzung, Bodenaufbereitung, Bildungsfunktion oder Imagegewinn mit einem urbanen Biomasseanbau verbunden sein.
Neben der Ermittlung und Analyse von bestehenden Flächenpotenzialen und der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit stellt der Bericht im Rahmen des Forschungsprojektes auch detaillierte Handlungsempfehlungen und Entscheidungshilfen für relevante Akteure (z. B. Bund, Kommunen) zur Verfügung.
Zusammenfassend wird deutlich, dass die Chancen für eine erfolgreiche Umsetzung des städtischen Biomasseanbaus besonders in der Integration in regionale bzw. kommunale Energieversorgungskonzepte gesehen werden. Ob und – wenn ja – inwieweit ein derartiger Biomasseanbau auf Recyclingflächen technisch umsetzbar, ökonomisch darstellbar und ökologisch vorteilhaft ist, kann aber letztendlich nur in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren durch eine Vor-Ort Betrachtung eines jeden Standortes ermittelt werden.
Partner: PROJEKTGRUPPE STADT+ENTWICKLUNG Ferber, Graumann & Partner
Antje Sauerland | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dbfz.de
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