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BP und Martek entwickeln Verfahren zur Herstellung von Biodiesel aus Zucker

12.08.2009
Umwandlung mithilfe von Mikroorganismen – Bis zu 90 % weniger Treibhausgase als bei fossilen Kraftstoffen – Investition von 10 Millionen Dollar – Breite Palette von Rohstoffen als Basis – Auch als Flugtreibstoff einsetzbar

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Die internationale BP Gruppe und Martek Biosciences in Maryland/USA gehen eine Kooperation zur Entwicklung mikrobiell hergestellter Öle für den Einsatz als Biokraftstoffe ein.


Die Partnerschaft vereint großes Technologie-Know-how mit operativer Kompetenz, um eine bahnbrechende Technologie zur Umwandlung von Zucker in Biodiesel voranzutreiben. In einer für mehrere Jahre geplanten Zusammenarbeit soll eine groß angelegte, kostengünstige mikrobielle Biodiesel-Produktion durch Fermentierung konzipiert werden.

"Martek freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team von BP Alternative Energy, zu der wir mit unseren einzigartigen, auf der Verwertung von Algen basierenden Technologien sowie mit unserem Know-how zur Entwickulung mikrobiell hergestellter Biokraftstoffe beitragen werden", sagte Steve Dubin, CEO von Martek.

"Die weltweit führende Position von BP und sein Engagement im Bereich alternativer Energien ergänzen Marteks eigenes Engagement für verantwortliche und nachhaltige Produkte und Produktion."

"BP ist über den Abschluss sehr erfreut", so Philip New, CEO von BP Biofuels. "Unserer Ansicht nach hat die Zucker-zu-Diesel-Technologie das Potential, als Alternative zu konventionellen Pflanzenölen eine wirtschaftliche, nachhaltige und umfangreiche Biodiesel-Lieferung sicherzustellen. Durch die Kooperation mit Martek vereinen wir das weltweit führende Know-how in der mikrobiellen Ölproduktion mit unserem Wissen über Kraftstoffmärkte, Produktion und Vertrieb von Biokraftstoffen."

Die Technologie hat sich bei Martek bereits seit über 20 Jahren bewährt. Die neue Herausforderung wird nun sein, sie an die Produkt-Anforderungen des Kraftstoffmarktes anzupassen und zum ökonomischen Erfolg zu führen.
Philip New: "Diese Technologie ergänzt perfekt unsere bisherigen Biokraftstoff-Strategien, die alle auf dem Einsatz nachhaltiger Rohstoffe und deren Fermentierung zu modernen Biokraftstoffe basieren. Wir stellen durch moderne Technologien bereits aus Zuckerrohr und Lignozellulose Produkte mit einer breiten Anwendungspalette her."

BP hat zugesagt, in der Anfangsphase der Zusammenarbeit bis zu 10 Mio. US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Dabei werden Marteks umfangreiches Fachwissen bei der mikrobiellen Ölproduktion und BP's Erfahrungen bei Produktion und Vertrieb von Biokraftstoffen für die gemeinsame Entwicklungsarbeit eingesetzt. Martek wird für die biotechnologische Forschung und Entwicklung in dieser Anfangsphase verantwortlich zeichnen, während BP die Integration in die Biokraftstoff-Wertschöpfungskette übernimmt. Die vor Abschluss der Vereinbarung vorhandenen Produktrechte verbleiben bei dem jeweiligen Unternehmen. Die Rechte, die aus der Kooperation erwachsen, gehen in das Eigentum von BP über, wobei Martek eine exklusive Lizenz für Anwendung und Vertrieb in den Bereichen Ernährung, Kosmetik und Pharmazie erhält. Zudem bekommt jede Partei ein Entgelt für Technologien, die im Bereich der anderen Partei eingesetzt werden.

Zucker zu Biodiesel
Bei der Verarbeitung von Zucker zu Biodiesel wird modernste Biotechnik eingesetzt. Aus der Biomasse wird zunächst Zucker gewonnen, der durch eine Fermentierung mit Hilfe spezieller Mikroorganismen in Öle umgewandelt wird. In einem nachgeschalteten chemischen oder thermokatalytischen Prozess werden aus diesen Ölen Kraftstoffe hergestellt.

Biodiesel, der mittels Fermentierung von Zucker aus nachhaltigen Rohstoffen produziert wird, kann Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Kraftstoffen um 80 bis 90 % reduzieren.

Weitere Vorteile der Biodiesel-Produktion aus Zucker gegenüber Biodiesel aus Pflanzenölen:

Zugriff auf eine breite Palette von Biomasse-Rohstoffen, wie z. B. Zuckerrohr, Zuckerrohrabfälle (Bagasse), energetisch hochwertiges Gras und Holzhackschnitzel, die in großem Umfang und mit hohen Erträgen erzeugt werden können.

Einsatz nachhaltiger, nicht essbarer, pflanzlicher Biomasse als Rohstoff.
Möglichkeit zur individuellen Konzeption des Produkts für eine Vielzahl von Diesel- und Flugtreibstoff-Anwendungen.

Verringerte Abhängigkeit vom Pflanzenölpreis.


Martek
Martek Biosciences Corporation (NASDAQ: MATK) in Maryland/USA ist Marktführer in der Entwicklung und Produktion von hochwertigen Ölen aus Algen und anderen mikrobiellen Quellen.

Marteks führende Produkte sind DHA- und ARA-Öle, die auf der Basis patentierter Technologien entwickelt und hergestellt werden.

DHA Omega-3-Produkte fördern Gesundheit und Wohlbefinden in allen Lebensphasen, ARA Omega-6-Produkte fördern Wachstum und Entwicklung bei Kindern.

Zu den Erzeugnissen des Unternehmens gehört zudem life’sDHA™, eine nachhaltige, vegetarische Quelle für DHA Omega-3 zum Einsatz in Nahrungsmitteln, Getränken, Säuglingsnahrung und Nahrungsergänzungsmitteln, sowie life’sARA™, eine nachhaltige vegetarische Quelle für ARA Omega-6 zum Einsatz in Säuglingsnahrung und Folgenahrung.

Weitere Informationen über Martek Biosciences finden Sie unter www.martek.com.

Weitere Informationen über Produkte mit life’sDHA und life’sARA finden Sie unter www.lifesdha.com.


BP
BP ist eines der größten Energieunternehmen der Welt, das seinen Kunden Kraftstoffe, Energie für Heizung und Beleuchtung sowie Einzelhandels- und petrochemische Produkte für den täglichen Bedarf liefert.

BP ist der größte Öl- und Gasproduzent in den USA und eines der größten Raffinerieunternehmen, das zudem über ein weltweites Netzwerk mit etwa 22.000 Tankstellen verfügt.

BP ist ein führendes Unternehmen auf dem weltweiten Biokraftstoff-Markt. Im Jahr 2008 hat BP in den USA über 1 Mrd. US-Gallonen Ethanol erzeugt und verkauft.

2006 hat BP den Geschäftsbereich Alternative Energy mit Investitionen von 8 Mrd. US-Dollar bis 2015 gegründet.

Darüber hinaus wurden Investitionen von über 1,5 Mrd. US-Dollar in die Forschung, Entwicklung und den Vertrieb von Biokraftstoffen geplant. Dazu gehören auch Kooperationen mit anderen Unternehmen zur Entwicklung von Technologien, Rohstoffen und Prozessen.

Weitere 500 Mio. US-Dollar werden über zehn Jahre verteilt für das Energy Biosciences Institute (EBI) bereitgestellt, in dem Wissenschaftler biotechnologische Anwendungen für den Energiebereich untersuchen.


Pressekontakt
Martek
Cassie France-Kelly
Martek Biosciences
USA
+1 410-740-0081

BP Press Office, London
+44 (0)207 496 4076

Deutsche BP AG
Presse & Externe Kommunikation
Ulrich Winkler
Tel.: (0234) 315-3200
Fax: (0234) 315-2319

Ulrich Winkler | Quelle: Deutsche BP AG
Weitere Informationen: www.deutschebp.de

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