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Choren Industries GmbH, Freiberg i.Sa., und die DaimlerChrysler AG starteten heute ein mit 11 Mio. ? ausgestattetes Forschungsprojekt zur Herstellung von Methanol und Dieselkraftstoff aus Biomasse. DaimlerChrysler wird diese hoch-wertigen Kraftstoffe sowohl in Fahrzeugen mit Dieselmotor als auch in den Brennstoffzellenfahrzeugen erproben und auf ihre Einsatzfähigkeit prüfen.
Das bis Mitte 2003 laufende Forschungsvorhaben soll Auskunft darüber geben, zu welchen Preisen und Umfeldbedingungen diese erneuerbaren Kraftstoffe hergestellt werden können. Darüber hinaus soll die Kraftstoffqualität und -quantität bewertet und eine umfassende Energie- und Stoffbilanz - vom Einsammeln der Biomasse in der Region über die Verarbeitung bis hin zur Verteilung der Kraftstoffe - erstellt werden. Eingeschlossen sind Untersuchungen zur Größe von Anlagen unter dem Aspekt der Rentabilität.
Mit mehr als 1 Mio. ? unterstützt DaimlerChrysler diese Arbeiten. Das Bundes-ministerium für Wirtschaft fördert das Forschungsvorhaben mit etwa 5,5 Mio. ?.
"Heute importiert die EU drei Viertel ihres Bedarfs an Erdöl. Ohne aktives Gegensteuern würde der Import bis zum Jahr 2020 auf 90 % steigen. Der Nahe Osten, in dem 75 % der Welterdölreserven liegen, wird seinen Weltmarktanteil von 40 % auf 50 % in zehn Jahren steigern. Die Welt wird also zunehmend von der Versorgung aus dieser politisch unsicheren Region abhängig. Zur Sicherung der Energie-ver-sorgung müssen künftig alle Energiearten herangezogen werden, insbesondere erneuerbare Kraftstoffe. Diese Kraftstoffe helfen, die Abhängigkeit der Industriestaaten zu verringern. Zudem lassen sich die CO2-Emissionen im Straßenverkehr drastisch senken, da erneuerbare Kraftstoffe Teil eines geschlossenen CO2-Stoffkreislaufs sind", erläu tert Prof. Klaus-Dieter Vöhringer, Vorstand für Forschung und Technologie der DaimlerChrysler AG.
Dr. Bodo Wolf, Geschäftsführer Choren Industries: "Mit nachhaltig produzierten Kraftstoffen aus Biomasse wie Diesel, Methanol oder auch Benzin lässt sich in Zukunft die Versorgungsbasis für Kraftstoffe sichern." Die in dem Projekt eingesetzten Biomassen verschiedenster Art aus der Region werden in der Freiberger Anlage in einem mehrstufigen Prozess zu flüssigem Diesel und Methanol umgewandelt. Beide Kraftstoffsorten sind aromaten- und schwefelfrei. Im ersten Prozessschritt wird die Biomasse in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zu Biokoks verarbeitet, der über die Herstellung von kohlenmonoxidreichem Rohgas zu Synthesegas weiterverarbeitet wird. Aus diesem Synthesegas lassen sich erneuerbare Kraftstoffe wie Diesel und Methanol sowie Benzin und andere herstellen.
marianne.muerau | Quelle: Presse-Information
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