Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Transatlantische Energieforschung

13.07.2007
Forschungszentrum Jülich und Oak Ridge National Laboratory arbeiten auf dem Gebiet der Brennstoffzellen enger zusammen

Anzeige

Zwei der größten Forschungszentren der Welt haben ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Das Forschungszentrum Jülich und das amerikanische Oak Ridge National Laboratory wollen gemeinsam Materialien und Methoden entwickeln, um günstige, leistungsfähige Brennstoffzellensysteme für Transport und Stromversorgung zu ermöglichen. Vertreter der Zentren unterschrieben in dieser Woche den Kooperationsvertrag.


Konkret wollen sich die Vertragspartner bei der Analyse und Charakterisierung von Werkstoffen unterstützen. Dabei wird das Oak Ridge National Laboratory seine Kompetenzen bei Bild gebenden Verfahren der Materialforschung und bei chemischen Analysen von Festkörpern und Oberflächen einbringen. Das Forschungszentrum Jülich ist Technologieführer im Bereich Direktmethanol-Brennstoffzelle, also bei der Entwicklung von Materialien, der Produktion von Zellen und Zellenstapeln sowie beim Bau und der Charakterisierung von Gesamtsystemen.

In Jülich arbeitet die weltweit größte Wissenschaftlergruppe in der öffentlichen Brennstoffzellenforschung. Dabei spielt die lückenlose Prozessanalyse eine entscheidende Rolle, um den Bogen von der grundlagenorientierten Materialforschung zu Markt orientierten Brennstoffzellensystemen erfolgreich zu spannen. "Wir wollen alle Aspekte im Auge halten und auf einander abstimmen. Nur so lässt sich das komplexe System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen", erklärt Prof. Detlef Stolten, Direktor am Jülicher Institut für Energieforschung.

Auf der diesjährigen Hannover Messe stellte das Forschungszentrum einen Prototyp seines Brennstoffzellensystems für Paletten-Hubwagen vor. Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie des flüssigen Methanols direkt in elektrischen Strom für den Antrieb um. Statt langer Akku-Ladezeiten lässt sich das Gefährt wie ein Auto in wenigen Minuten betanken. Trotzdem ist es in geschlossenen Räumen nutzbar, da es extrem schadstoffarm ist.

Brennstoffzellen wandeln chemische Energie lautlos und umweltfreundlich direkt in elektrischen Strom um. Wasserstoffgas oder Methanol strömen dazu über eine spezielle Protonen leitende Membran. Zwischen den beiden Seiten der Membran baut sich eine elektrische Spannung auf, die wie bei einer Batterie abgenommen werden kann. Aufgrund ihres sehr hohen Wirkungsgrades sind Brennstoffzellen eine wichtige Option für den Klimaschutz. Direktmethanol-Brennstoffzellen sollen als Ersatz für Akkumulatoren kurzfristige in Nischen Anwendung finden und langfristig den breiten Markt erreichen.

Pressekontakt:
Kosta Schinarakis, Tel. 02461 61- 4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de

Kosta Schinarakis | Quelle: Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen: www.fz-juelich.de/
www.fz-juelich.de/portal/index.php?index=721&cmd=show&mid=468

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle Energieforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp