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Zwei der größten Forschungszentren der Welt haben ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Das Forschungszentrum Jülich und das amerikanische Oak Ridge National Laboratory wollen gemeinsam Materialien und Methoden entwickeln, um günstige, leistungsfähige Brennstoffzellensysteme für Transport und Stromversorgung zu ermöglichen. Vertreter der Zentren unterschrieben in dieser Woche den Kooperationsvertrag.
Konkret wollen sich die Vertragspartner bei der Analyse und Charakterisierung von Werkstoffen unterstützen. Dabei wird das Oak Ridge National Laboratory seine Kompetenzen bei Bild gebenden Verfahren der Materialforschung und bei chemischen Analysen von Festkörpern und Oberflächen einbringen. Das Forschungszentrum Jülich ist Technologieführer im Bereich Direktmethanol-Brennstoffzelle, also bei der Entwicklung von Materialien, der Produktion von Zellen und Zellenstapeln sowie beim Bau und der Charakterisierung von Gesamtsystemen.
In Jülich arbeitet die weltweit größte Wissenschaftlergruppe in der öffentlichen Brennstoffzellenforschung. Dabei spielt die lückenlose Prozessanalyse eine entscheidende Rolle, um den Bogen von der grundlagenorientierten Materialforschung zu Markt orientierten Brennstoffzellensystemen erfolgreich zu spannen. "Wir wollen alle Aspekte im Auge halten und auf einander abstimmen. Nur so lässt sich das komplexe System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen", erklärt Prof. Detlef Stolten, Direktor am Jülicher Institut für Energieforschung.
Auf der diesjährigen Hannover Messe stellte das Forschungszentrum einen Prototyp seines Brennstoffzellensystems für Paletten-Hubwagen vor. Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie des flüssigen Methanols direkt in elektrischen Strom für den Antrieb um. Statt langer Akku-Ladezeiten lässt sich das Gefährt wie ein Auto in wenigen Minuten betanken. Trotzdem ist es in geschlossenen Räumen nutzbar, da es extrem schadstoffarm ist.
Brennstoffzellen wandeln chemische Energie lautlos und umweltfreundlich direkt in elektrischen Strom um. Wasserstoffgas oder Methanol strömen dazu über eine spezielle Protonen leitende Membran. Zwischen den beiden Seiten der Membran baut sich eine elektrische Spannung auf, die wie bei einer Batterie abgenommen werden kann. Aufgrund ihres sehr hohen Wirkungsgrades sind Brennstoffzellen eine wichtige Option für den Klimaschutz. Direktmethanol-Brennstoffzellen sollen als Ersatz für Akkumulatoren kurzfristige in Nischen Anwendung finden und langfristig den breiten Markt erreichen.
Pressekontakt:
Kosta Schinarakis, Tel. 02461 61- 4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de
Kosta Schinarakis | Quelle: Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen: www.fz-juelich.de/
www.fz-juelich.de/portal/index.php?index=721&cmd=show&mid=468
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