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"Oskars" für spanischen Windpark und Photovoltaik-Initiative einer US-Kirchengemeinde
Im Rahmen des von 7. bis 8. März in Wels stattfindenden Weltenergiespartages, der europäischen Konferenz für Energieeffizienz und Erneuerbare Energieträger, sind Mittwochabend die Sieger des Energy Globe Awards geehrt worden. Ausgezeichnet wurden die besten Energielösungen weltweit. 1.300 Projekte aus 98 Ländern haben sich an dem Wettbewerb für nachhaltige Energielösungen beteiligt. Verliehen wurden die Energy Globes vom ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow. Die "Energie Gala" wurde europaweit im Fernsehen übertragen.
Ausgezeichnet wurden die besten Einreichungen in den fünf Kategorien Unternehmen, Verkehr & Gemeinden, Bauen & Wohnen, Private & öffentliche Initiativen und Water Globe. Initiator ist der oberösterreichische Energiesparverband. Der erste Preis in der Kategorie Unternehmen ging an E.H.N. – Energia Hidroelectrica de Navarra aus Spanien mit dem Projekttitel "Wind-Weltmeister". Ziel des Projektes ist es, den Stromverbrauch der spanischen Region Castilla-La Mancha bis Ende 2002 zu 100 Prozent aus Windenergie zu decken. 31 Windparks haben zusammen eine Leistung von 1.173 MW, was einem durchschnittlichen Atomkraftwerk entspricht. Gewinner in der Kategorie Verkehr & Gemeinden ist The Regeneration Project/Episcopal Power & Light aus den USA. Die Kirchengemeinschaft "Episcopal Church" hat das "Regeneration Project" in San Francisco ins Leben gerufen. Ziel ist die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und erneuerbaren Energieanlagen in der Kirchengemeinschaft. 60 Kirchen sind bereits auf "grünen Strom" umgestiegen und 50 Kirchen erzeugen Sonnenstrom am Dach.
Der "Energiespar-Oskar" in der Kategorie Bauen & Wohnen ging an Peabody Trust/BP Solar aus Großbritannien mit dem Projekt "Öko-Wohnanlage". Im Süden Londons wurde eine Passivhaus-Wohnanlage errichtet, die nur 25 Prozent der Energie herkömmlicher Wohnbauten benötigt. Die Solarstromanlage ist in die Fassade integriert. Der erzeugte Strom wird in Solartankstellen für Elektroautos angeboten. BP Solar und Peabody Trust arbeiten bereits am nächsten Projekt im Nordwesten Londons. In der Kategorie Private & öffentliche Initiativen punktete EcoFund Foundation aus Polen mit dem Projekt "Swapping debts". Hier wird versucht, in einem Land mit hohen Auslandsschulden neue umweltfreundliche Energieanlagen zu errichten. Die USA, Frankreich, Italien, Schweden, die Schweiz und Norwegen erlassen Polen einen Teil der Auslandsschulden, wenn das Geld in nachhaltige Projekte investiert wird. Der EcoFund wählt umweltfreundliche Projekte aus und gewährt mit den Mitteln des Schuldenerlasses finanzielle Unterstützung. Zehn bis 50 Prozent der Investionskosten werden so finanziert.
Als Sieger der heuer erstmals eingeführten Kategorie Water Globe ging das South African Department of Water Affairs & Forestry aus Südafrika hervor. Dem "Department of Water Affairs and Forestry" des südafrikanischen Ministeriums in Pretoria ist es gelungen, seit 1994 ein umfangreiches Programm zu Sicherstellung der Wasserversorgung in ländlichen Gebieten umzusetzen. Insgesamt konnten seither über sieben Mio. Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, 332 Projekte umgesetzt und 400.000 Jobs geschaffen werden.
Sandra Standhartinger | Quelle: pte.online
Weitere Informationen: www.esv.or.at
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