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Mit doppelter Kraft in die Energiewende

28.06.2001

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Regeneratives Doppelkraftwerk erzeugt Strom aus Sonne und Wasser: Das erste regenerative Doppelkraftwerk Deutschlands steht in Grenzach-Wyhlen am Hochrhein. Es verbindet traditionelle Wasserkraft mit moderner Solarenergie. Egal ob es regnet oder die Sonne scheint - hier entsteht aus jedem Wetter sauberer Strom für die NaturEnergie AG .Fotos: dpa


Regeneratives Doppelkraftwerk erzeugt Strom aus Sonne und Wasser

Ein Kraftwerk der besonderen Art steht in Grenzach-Wyhlen am Hochrhein. Deutschlands erstes und bisher einziges regeneratives Doppelkraftwerk erzeugt gleichzeitig Strom aus Wasserkraft und Sonne. Auf dem Dach des Turbinenhauses ist eine rund 720 Quadratmeter große Solaranlage installiert. Wie kaum ein anderes Kraftwerk symbolisiert das Doppelkraftwerk Wyhlen damit die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Die NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen, verkauft den im Doppelkraftwerk erzeugten sauberen Strom bundesweit an Haushalte und Unternehmen. Die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft, Sonne, Wind oder Biomasse gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Das regenerative Doppelkraftwerk im südbadischen Grenzach-Wyhlen verbindet traditionelle Wasserkraft und moderne Photovoltaik. Das Rheinkraftwerk ist bereits seit 1912 in Betrieb. Zwischen 1990 und 1994 wurde es für rund 180 Millionen Mark erneuert und mit zusätzlichen leistungsfähigen Turbinen wesentlich erweitert, nach dem Motto: "Neue Kraft in traditionsreichen Werken". Im Mai 1999 bekam das Wasserkraftwerk buchstäblich eins aufs Dach: Solarmodule auf dem Turbinenhaus erzeugen mit einer Fläche von 720 Quadratmetern jährlich rund 65.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht. Die Wasserkraftturbinen produzieren durchschnittlich 200 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Mit seiner landschaftlich reizvollen Lage, der beeindruckenden Architektur und nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen technischen Ausstattung hat sich das Kraftwerk Wyhlen mittlerweile zu einem Besuchermagneten entwickelt.

Energiewende möglich machen

Seit Bundesregierung und Stromwirtschaft den Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt haben, stellt sich die Frage nach der künftigen Energieversorgung neu. Kohle, Öl und Gas stehen zwar momentan noch reichlich zur Verfügung, die Vorkommen sind aber nicht unbegrenzt. Zudem entsteht bei der Energieerzeugung aus diesen Brennstoffen klimaschädigendes Kohlendioxid. Um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern, sind nach Ansicht von Experten drei Maßnahmen nötig: eine verbesserte Effizienz bei der Stromproduktion, Stromsparen und der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung. Die Bundesregierung hat als Ziel ausgegeben, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2010 auf 10 Prozent, bis 2050 auf 50 Prozent zu erhöhen. Im Jahr 2000 kamen knapp 7 Prozent aus regenerativen Quellen.

Glänzende Zeiten für Solarenergie

Im vergangenen Jahr konnte vor allem die Stromerzeugung aus Windkraft kräftig zulegen: von 5,5 Milliarden Kilowattstunden 1999 auf 9,2 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2000. Auch die Solarenergie erlebt seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im April 2000 einen Aufschwung. Sie gilt als besonders zukunftsträchtig. Dabei kommt bislang noch recht wenig Strom aus der Sonne: rund 0,05 Milliarden Kilowattstunden - gerade mal 0,01 Prozent des 2000 in Deutschland erzeugten Stroms. Das soll sich nach Ansicht der Bundesregierung ändern, die im Rahmen des 100.000-Dächer-Programms den Bau von Photovoltaikanlagen unterstützt. Viele dezentrale Anlagen sollen aus Sonne Strom machen und so zum Klimaschutz beitragen.

Auch die NaturEnergie AG engagiert sich für den Neubau von Solaranlagen. Mit Wyhlen sind derzeit acht Solaranlagen mit einer Gesamtfläche von rund 1.450 Quadratmetern und einer Jahresproduktion von rund 130.000 Kilowattstunden bei dem Ökostromhändler unter Vertrag. Weitere Anlagen sollen entstehen. 5 Pfennig je Kilowattstunde des Premiumstrom-Angebotes NaturEnergie Gold gehen in den Bau und Betrieb von neuen Anlagen.

Wasserkraft als Fundament regenerativer Energieerzeugung

Das Fundament der regenerativen Energieerzeugung in Deutschland bildet die Wasserkraft. Im Jahr 2000 wurden nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in Deutschland 34,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. In Wasserkraftanlagen wurden 20,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert - 60 Prozent des gesamten Ökostroms. Die traditionsreiche Wasserkraft - am Hochrhein zwischen Bodensee und Basel wird seit über hundert Jahren Strom gewonnen - ist in ihrer Bedeutung für die regenerative Energieerzeugung weitgehend aus dem Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit geraten. Die NaturEnergie AG setzt sich für den Erhalt und den Ausbau der heimischen Wasserkraftwerke ein. NaturEnergie Silber heißt der Strom, der zu hundert Prozent aus Wasserkraftwerken am Hochrhein und im Schwarzwald stammt. Nach einer Untersuchung der Universität Stuttgart lässt sich die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken durch Modernisierung und Ausbau nach dem Muster der NaturEnergie-Bezugsquellen noch um 45 Prozent steigern. Dass sich traditionelle große Wasserkraft und moderne Photovoltaik hervorragend ergänzen können, zeigt das regenerative Doppelkraftwerk in Grenzach-Wyhlen. Hier nämlich geht man mit doppelter Kraft in die Energiewende.

NaturEnergie AG Marktführer bei Ökostromhändlern

Rund 143.000 Kunden beziehen Strom der Marke NaturEnergie über Vertriebspartner, etwa 2.000 Abnehmer sind Direktkunden. Damit ist die NaturEnergie AG Marktführer unter den reinen Ökostromhändlern in

Deutschland. Seit dem 1.1.2000 vertreibt das Unternehmen seine Produkte NaturEnergie Gold und NaturEnergie Silber bundesweit.

Oliver Germeroth | Quelle: ots
Weitere Informationen: www.naturenergie.de

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