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Neuerscheinung
Freiburg/Berlin/Darmstadt, den 26. Juli 2000
Energiewende 2020: Der Weg in eine zukunftsfähige Energiewirtschaft
Das Öko-Institut e.V. und die Heinrich-Böll-Stiftung als Auftraggeberin
präsentieren mit der Studie "Energiewende 2020 - Der Weg in eine
zukunftsfähige Energiewirtschaft", die im ab heute erhältlichen
TAZ-Journal "Die Energiewende" vollständig abgedruckt ist, einen
wesentlichen Beitrag zu den weiteren Schritten einer zukunftsorientierten
Energiepolitik. Die Autoren Felix Matthes und Martin Cames, Bereich
Energie & Klimaschutz des Instituts, zeigen Wege auf, mittels derer
die Bundesrepublik ihre klimapolitischen Verpflichtungen einlösen,
gleichzeitig eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung
sicherstellen kann und die neuen Rahmenbedingungen durch die weitgehende
Liberalisierung der Energiemärkte aufnehmen.
Dabei kommt es
entscheidend auf die Steigerung der Energieeffizienz, eine
umweltfreundliche Umgestaltung des Energieerzeugungssektors, die weitere
Förderung der regenerativen Energien sowie die zukunftsfähige Umgestaltung
des Verkehrssektors an. Gleichzeitig erzwingt die zu-nehmende
Internationalisierung wirtschaftlicher Beziehungen und politischer
Prozesse ganz neue und offensive Politikansätze.
Mit der Vereinbarung vom 14. Juni 2000 hat der Atomausstieg einen
Fahrplan. Der verbleibenden Betriebszeit deutscher Kernkraftwerke wurde
eine Grenze gesetzt. Die Vorlage des Ausstiegsfahrplanes erzwingt aber
auch Pfadentscheidungen für den Einstieg in eine risikominimierte
Energiezukunft, nuklearfrei und vor allem der Herausforderung des globalen
Klima-schutzes genügend.
Auf der Grundlage vorliegender Studien und
aktueller Diskussionen werden fünf wichtige Strategieelemente und eine
ganze Reihe zentraler politischer Instrumente herausgearbeitet, denen beim
Einstieg in ein nachhaltiges Energiesystem eine Schlüsselrolle zukommen
wird. Die verschiedenen Potenziale zur Umgestaltung des Energiesystems,
aber auch die zugehörigen politischen Optionen werden zu zwei Szenarien
verdichtet. Diese quantitative Analyse zeigt, dass erstens die Erreichung
der kurz-, mittel- und langfristigen Klimaschutzziele unter der
Rahmenbedingung des Atomausstiegs keineswegs illusionär ist, zweitens die
in jüngster Zeit ergriffenen und aktuell diskutierten politischen
Instrumente hierzu bereits in gehörigem Maße beitragen, drittens aber auch
wesentliche Herausforderungen zur Weiterentwicklung des politischen
Instrumentariums verbleiben.
Wichtige und unverzichtbare Bausteine sind
unter anderem politische Maßnahmen zur Flankierung und zum Ausbau der im
Rahmen des Verdrängungswettbewerbes auf dem Strom-markt stark in
Bedrängnis geratenen Kraft-Wärme-Kopplung, ein umfassendes Förderpro-gramm
für die Altbausanierung sowie neue Ansätze bei der
Stromeinsparung.
Übergreifend müssen alle politischen Instrumente stets
auch gezielte Anreize zur Entwicklung und Etablierung eines eigenen
Wirtschaftszweiges, der Energiedienstleistungswirtschaft, im großen Rahmen
setzen.
Insgesamt bildet die Studie einen weiterführenden
Diskussionsbeitrag zu den heute vom Bundeskabinett beschlossenen
Eckpunkten einer nationalen Klimaschutzstrategie.
Bei Rückfragen stehen Ihnen
Dr. Felix Matthes und
Dipl.-Volkswirt Martin Cames
in unserem Büro Berlin, Tel.:
030-280486-80, gerne zur Verfügung.
Das TAZ-Journal "Die Energiewende",
die die komplette Studie als
Sonderteil enthält,
ist seit heute im Zeitschriftenhandel erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie im WWW:
Ilka Buchmann
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