Anzeige


Eine Kennzahl, welche die Neigung einer Kohle Ascheansätze an
Feuerungswänden zu bilden ausdrückt, wurde aus der Analyse von über 180
Kohlen weltweiter Herkunft gewonnen. Eine neue Apparatur kann die aus der
Praxis bekannte, experimentell jedoch bislang nicht zugängliche
Sintereigenschaft einer Kohle unterhalb von 1100 Grad Celsius messen.
Die Neigung einer Kohle zäh haftende Ascheansätze an Feuerungswänden zu bilden, kann erhebliche Schäden und Betriebsschwierigkeiten in Kraftwerken anrichten. Um dies zu vermeiden und rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen anzuwenden, werden Kohlen nach solchen Eigenschaften ihrer Asche seit mehr als 50 Jahren in der Leitz-Apparatur untersucht. Diese DIN-Methode ermöglicht das Ascheschmelzverhalten zu messen und damit das Auftreten dieser unerwünschten Kohleeigenschaft, allerdings erst oberhalb von 1100 Grad Celsius abzuschätzen.
Aus der Praxis der modernen NOx-armen Kohleverbrennungstechnik sind immer wieder Fälle bekannt, in der Ascheansätze unerwartet unterhalb von 1100 Grad Celsius gebildet wurden und große Schwierigkeiten verursachten.
Professor Dr.-Ing. Arvo Ots von der Universität Tallinn in Estland und Professor Dr.-Ing. Jacek Zelkowski, Institut für Energieverfahrenstechnik und Brennstofftechnik der TU Clausthal, haben Grundlagen zur Lösung des Problems gelegt.
Sie werteten die Daten von 180 Kohlen aus der ganzen Welt aus und zeigten, welche statistischen Zusammenhänge zwischen bestimmten chemischen Komponenten einer Kohle (Calzium, Natrium, usw. ) und ihrer Neigung zur Ansatzbildung bestehen und mit welcher Kennzahl ( ein vereinfachtes Basen-Säuren-Verhältnis ) diese unerwünschte Kohleeigenschaft am besten abzuschätzen ist.
Darüber hinaus haben die Wissenschaftler ein Konzept einer neuen Apparatur erarbeitet und erprobt, wie man eine Neigung einer Kohleasche zur Ansatzbildung bei Temperaturen unterhalb von 1100 Grad Celsius messen kann.
So wird die nach DIN hergestellte Asche zu Pellets gepreßt, vier
Stunden in einem Ofen bei einer bestimmten Temperatur gehalten, abgekühlt
und im Anschluß die Dichte und Druckfestigkeit der thermisch behandelten
Pellets gemessen. Auf diese Weise kann die Temperatur bestimmt werden, bei
der eine starke Verfestigung der Kohleasche auftritt. Damit kann die aus
der Praxis bekannte, experimentell jedoch bislang nicht zugängliche
Sintereigenschaft einer Kohle unterhalb von 1100 Grad Celsius gemessen
werden.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglichte im Rahmen des Mercator-Programms den einjährigen Forschungsaufenthalt von Professor Dr.-Ing. A. Ots an der TU Clausthal.
Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Jacek Zelkowski
Institut
für Energieverfahrenstechnik und Brennstofftechnik
Tel. 05323 72 25
26
Fax. 05323 72 37 39
E-Mail: Jacek.Zelkowski@tu-clausthal.de
Belegexemplar erbeten:
Pressestelle TU Clausthal,
Gerhard-Rauschenbachstraße 4, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Jochen Brinkmann | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Berichte zu: Kohle > Kohleasche > Temperatur
„All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim
Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten