Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Sonnenernergie mit Satellitendaten effektiver nutzen: Forschung unter Oldenburger Leitung

09.06.2001

Anzeige

Einen weiteren Erfolg kann das Forschungsgebiet "Energiemeteorologie" am Fachbereich Physik der Universität Oldenburg, Abteilung Energie- und Halbleiterforschung, verzeichnen: Die Europäische Kommission fördert ein auf drei Jahre angelegtes umfangreiches internationales Forschungsvorhaben, das von der Oldenburger Gruppe unter der Leitung von Dr. Detlev Heinemann koordiniert wird ("HELIOSAT-3").


Das Gesamtvolumen beträgt fünf Mio. DM, davon entfallen auf die Universität Oldenburg knapp eine Million DM. Zum Start des neuen Projektes kamen jetzt in Oldenburg 17 europäische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Solarenergieforschung und Satellitenfernerkundung zusammen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die neue Generation des europäischen Wettersatelliten Meteosat, die ab 2002 die Wetterinformation aus dem All liefern wird, zusätzlich zu nutzen, um für die Solarenergie äußerst wichtige Informationen über die verfügbare Sonneneinstrahlung bereit zu stellen. Die zukünftig mit hohen Wachstumsraten erwartete Nutzung von Solarenergie-Technologien wird erheblich von der Verfügbarkeit dieser Informationen profitieren können. Darüber hinaus werden weitere Disziplinen wie z.B. die Klimaforschung die Ergebnisse des Projektes nutzen können.

Den überaus hohen Nutzen der Satellitendaten für die Sonnenenergie zeigen erste Ergebnisse eines laufenden (ebenfalls EU-geförderten) Pilotprojektes, in dem die zu erwartenden monatlichen Energieerträge von Photovoltaikanlagen auf der Basis der aus den Satellitendaten gewonnenen Werte der Sonneneinstrahlung berechnet werden. Abweichungen vom tatsächlichen Ertrag geben wichtige Hinweise auf Fehlfunktionen der Anlage und helfen somit, Ausfallzeiten zu minimieren. Der Wert (für die Betreiber) der allein hierdurch mehr erzeugbaren Solarenergie wird für das Jahr 2005 auf bis zu zehn Millionen DM in Deutschland geschätzt.

Das Projekt HELIOSAT-3 ist bereits das vierte von der EU an der Universität Oldenburg geförderte Vorhaben zum Einsatz von Satellitendaten im Bereich der Solarenergie seit 1996. Die Oldenburger Bewilligungsquote in diesem Bereich beträgt 100 Prozent. Gegenwärtig werden in den eng verzahnten Bereichen Energiemeteorologie und Windenergieforschung der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung vier weitere EU-geförderte Forschungsvorhaben durchgeführt (jeweils zwei zur Wind- und Solarenergienutzung).


Kontakt: Dr. Detlev Heinemann, Fachbereich Physik, Abteilung Energie- und Halbleiterforschung, Tel. 0441/798-3543, Fax: -3326, E-Mail: detlev.heinemann@uni-oldenburg.de

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp