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Eine der größten Biodiesel-Anlagen Deutschlands geht in Betrieb / Beträchtlicher Marktzuwachs erwartet

20.06.2002

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Nur ein Jahr benötigte die Lurgi Life Science GmbH, eine Gesellschaft der mg technologies ag, für den Bau einer der größten Biodiesel-Anlagen Deutschlands. Mit innovativer Lurgi-Technologie werden im nordrhein-westfälischen Marl jährlich 100 000 Tonnen Biodiesel und 12 000 Tonnen Glyzerin erzeugt.


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Biodiesel Biodiesel-Anlage Glyzerin Sprit

Ausbau der führenden Marktposition

Schon heute hat die mg-Tochter Lurgi im Technologiebereich Oleochemie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe eine führende Position auf dem Weltmarkt. Der Anlagenbauer ist zuversichtlich, diese Position in den nächsten Jahren weiter ausbauen zu können. Das Marktwachstum des aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Raps gewonnenen Biodiesel ist beträchtlich.

EU-Richtlinie für höheren Biodiesel-Verbrauch

Eine Richtlinie der EU sieht einen erheblichen Anstieg des Biokraftstoffanteils am gesamten Kraftstoffverbrauch vor. Das Gesetz, das voraussichtlich noch in diesem Jahr verabschiedet wird, legt fest, dass der Anteil an Biokraftstoffen - Biodiesel und Bioethanol - in den Ländern der Europäischen Union bis 2010 auf insgesamt 5,75 Prozent steigt. Derzeit liegt er bei weniger als einem Prozent. Allein in Deutschland, dem wichtigsten Markt für Biodiesel, würde der jährliche Verbrauch von heute 600 000 Tonnen auf über 2 Millionen Tonnen im Jahr 2010 klettern. Dies bedeutet ein jährliches Wachstum von durchschnittlich mehr als 15 Prozent in den kommenden Jahren.

Natürlicher Sprit schont die Motoren und ist fast kohlendioxidfrei

Metylester, so der Fachbegriff für Biodiesel, ist eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Dieselkraftstoff. Der natürliche Sprit, der in einem chemischen Prozess aus Rapsöl gewonnen wird, ist biologisch abbaubar, verringert den Rußausstoß um rund 50 Prozent und ist nahezu kohlendioxidneutral. Durch seine hervorragende Schmierfähigkeit reduziert Biodiesel zudem den Motorverschleiß. In der Regel sind Diesel-Motoren für den Betrieb mit dem natürlichen Kraftstoff geeignet, wenn Nachrüstungen durchgeführt wurden. Viele Fahrzeuge sind inzwischen schon ab Werk dafür ausgelegt. Insgesamt sind in Deutschland mittlerweile über 2,5 Millionen Kraftfahrzeuge für den Biodieselbetrieb freigegeben.

Glyzerin: ein wertvolles und vielseitig einsetzbares Nebenprodukt

Ein äußerst wertvolles Nebenprodukt, das bei der Erzeugung von Biodiesel anfällt, ist Glyzerin. 12 000 Tonnen pro Jahr werden in der neuen Anlage in Marl produziert. Glyzerin ist ein vielseitig einsetzbarer Grundstoff für die Herstellung zahlreicher Produkte in der Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetik-, Kunststoff- und Lackindustrie.

Quelle: Pressedienst
Weitere Informationen: www.lurgi-lifescience.com

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