Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweite Kooperation für "smart grids"

15.09.2008
E.ON Energy Research Center wird Partner in amerikanischem Forschungsprojekt

Das E.ON Energy Research Center (E.ON ERC) der RWTH Aachen ist internationaler Partner in einem neuen US-amerikanischen Forschungsprojekt, das sich nicht weniger zum Ziel gesetzt hat als den "revolutionierenden Umbau" des amerikanischen Stromversorgungsnetzes.

Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um dezentral aus erneuerbaren Energien gewonnenen Strom sicher in das Versorgungssystem einbinden zu können.

Das von der National Science Foundation* (NSF) ins Leben gerufene Engineering Research Center for Future Renewable Electric Energy Delivery and Management (FREEDM) Systems wird von der North Carolina State University geführt und mit Forschungseinrichtungen aus Industrie und Wissenschaft in 28 amerikanischen Bundesstaaten und neun Ländern weltweit kooperieren. In den ersten fünf Jahren erhält das neue Forschungszentrum 18,5 Millonen US-Dollar aus öffentlichen Mitteln und weitere zehn Millionen US-Dollar, die überwiegend aus der Industrie beigesteuert werden.

Insbesondere die Zielsetzung des Forschungsprojekts - Umbau des Netzes zu einem "smart grid" mit ausreichenden Möglichkeiten zur Aufnahme, Speicherung und Verteilung von dezentral erzeugtem Strom aus Solaranlagen, Windparks, Brennstoffzellen und anderen erneuerbaren Quellen - macht die Kooperation für das E.ON Energy Research Center so interessant.

Professor Rik. W. De Doncker, Direktor des Aachener Energieforschungszentrums, freut sich über die Anerkennung durch die Amerikaner: "Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass wir bei einem derart anspruchsvollen Projekt dabei sind. Andererseits haben wir am E.ON ERC bei dieser Thematik mit meinem Institut - 'Power Generation and Storage Systems' - und dem Institut 'Automation of Complex Power Systems' mit Professor Antonello Monti und Professorin Ferdinanda Ponci an der Spitze auch einiges zu bieten.

Zusätzlich gibt es bei uns speziell für die Erforschung von Batteriespeichersystemen eine Professur, die mit Professor Dirk Uwe Sauer ausgesprochen kompetent besetzt ist. Und unsere Nachwuchswissenschaftler werden von dem fest vereinbarten Austauschprogramm ebenso profitieren wie deren amerikanische Kollegen, die hier bei uns arbeiten werden. Klar ist außerdem, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 'smart grids' in den USA auch zur Versorgungssicherheit hierzulande und in ganz Europa beitragen werden. Für die Lösung derart anspruchsvoller und komplexer Probleme brauchen wir die Kooperation mit Wissenschaftlern weltweit."

* Die National Science Foundation (NSF) ist eine nationale Einrichtung der Vereinigten Staaten zur Forschungsförderung. Die NSF ist für rund ein Fünftel der Förderung der Grundlagenforschung an

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie