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Weltweit erste OLED-Birne als Ersatz für die Glühbirne entwickelt

23.04.2013
Die klassische Glühlampe wird schon seit einigen Jahren nicht mehr produziert, bei den herkömmlichen Energiesparlampen vermissen jedoch viele Menschen das warme und farbechte Licht.

Doch dafür soll es bald einen adäquaten Ersatz geben: Wissenschaftler des Instituts für Hochfrequenztechnik der Technischen Universität Braunschweig haben gemeinsam mit der Firma EMDEOLED GmbH aus Frankfurt am Main den weltweit ersten Prototypen einer Birne aus organischen Leuchtdioden (OLED) als Ersatz für die Glühbirne entwickelt.


Weltweit erster Prototyp einer monochromen OLED-Birne im elektrischen Betrieb (links) neben einer klassischen Glühfadenlampe (rechts).
Bildnachweis: EMDEOLED GmbH

OLED-Technologien werden bereits bei ebenen Flächen, wie auf Displays oder Monitoren, verwendet. Dem Forscherteam der TU Braunschweig um Prof. Wolfgang Kowalsky ist es nun gelungen, die Herstellungsmethoden für OLEDs so weiterzuentwickeln, dass sie erstmals auf dreidimensionalen Glaskörpern angewendet werden können.

Dafür mussten die Beschichtungstechniken verändert werden, so dass der Glaskörper der Lampe von innen beschichtet werden kann. Die Innenbeschichtung hat zwei Vorteile: Im Gegensatz zur Anwendung auf ebenen Flächen muss zum einen weniger Material verwendet werden und zum anderen ist das Material innerhalb der Birne besser vor Sauerstoff und Feuchtigkeit geschützt.

„Durch die erhöhte Materialeffizienz und der überlegenen Lichtqualität von OLED-Leuchtmitteln ist die OLED-Birne eine vollwertige Alternative zur klassischen Glühbirne“, bekräftigt Prof. Wolfgang Kowalsky von der TU Braunschweig. Denn die OLED-Birne gibt die Farben innerhalb eines Raumes deutlich besser wieder als beispielsweise eine Halogen- oder Kompaktleuchtstofflampe. Außerdem kann die neue OLED-Birne auf dem klassischen Schraubsockel angebracht werden und mit vorhandener Beleuchtungstechnik kombiniert werden. Die elektrische Funktion der OLED-Lampe konnte bereits erfolgreich getestet werden, sie wird bisher jedoch noch nicht in größeren Mengen produziert.

Kontakt
Prof. Wolfgang Kowalsky
Technische Universität Braunschweig
Institut für Hochfrequenztechnik
Biendroder Weg 94, 38106 Braunschweig
Tel.:0531-391-2000
E-Mail: wolfgang.kowalsky@ihf.tu-bs.de
oder Sebastian Montzka
Tel.:0531-391-8003
E-Mail: sebastian.montzka@ihf.tu-bs.de

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ihf.tu-bs.de

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