Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wassertrecker erfolgreich getestet

04.02.2009
Am Morgen des 06. Januar 2009 stellten die Hochschule Wismar und das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V. ein gemeinsames Projekt im Freizeitbad Wonnemar vor, das Modell eines sogenannten Wassertreckers

Im flachen Becken des Wismarer Freizeitbades bewegte sich vor den Augen interessierter Badelustiger und den fachkundigen Blicken zweier Wismarer Professoren und der Projektleiterin des Technischen Landesmuseums M-V e.V., Dr. Kathrin Möller, ein ferngesteuertes Schiffsmodell von knapp einem Meter Länge. Das Besondere daran blieb zunächst unsichtbar: der Voith-Schneider-Schiffspropeller unter Wasser und die elektronische Steuerung im Inneren des Modells.

Seit Mai vergangenen Jahres arbeiten die Multimediatechnik-Studenten Marcel Svenßon (23) und Mike Gehrhardt (25) an dem gemeinsamen Projekt. Die Präsentation war nicht nur für die betreuenden Professoren der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Dr.-Ing. Götz Buller und Dr. rer. nat. Herbert Litschke eine Premiere, sondern auch für die beiden Studenten. Nach dem Zusammenbau des Modells und der Entwicklung sowie dem Einbau der Mikroprozessorsteuerung konnten sie dieses bisher nur in der heimischen Badewanne testen. Das Besondere an diesem Modell ist sein Antrieb.

Dieser funktioniert nicht wie bei seinem großen Vorbild, einem Hafenschlepper, mit einer Schiffsschraube, sondern mit einem Voith-Schneider-Schiffspropeller. Dieser Schiffsantrieb ermöglicht es, in alle Richtungen den gleichen Schub zu erzeugen. So sind parallele Bewegungen zur Seite ebenso möglich wie das Drehen auf der Stelle. Dieser Schiffstyp wird daher auch Voith-Wassertrecker genannt. Das Schiffsmodell soll ab 2010 im phanTECHNIKUM in einem Wasserbecken seine Runden drehen und so vor allem den Jüngsten Technik anschaulich vermitteln.

Ziel der studentischen Arbeit ist es, diesen besonderen Schiffsantrieb zeitgleich zum praktischen Betrieb auch in einer Computersimulation darzustellen. Dabei wird der Wassertrecker dann vom zukünftigen Museumsbesucher über Funk gesteuert, während gleichzeitig ein Computerbildschirm anzeigt, wie die Schiffspropeller unter Wasser auf die Steuersignale reagieren. Mit der Präsentation im Wonnemar ist erst die Hälfte der Projektarbeit getan. Derzeit funktioniert bereits die Fernsteuerung, wie Marcel Svenßon anschaulich präsentierte. Auch das separate 3-D-Modell konnte schon von Mike Gerhardt vorgestellt werden.

Die schwierige Datendirektübertragung vom ferngesteuerten Modell zum Computer muss noch realisiert werden. Die grafische Umsetzung soll bis Mai 2009 erfolgen. Das anspruchsvolle Projekt, das neben Kenntnissen der Elektrotechnik auch Fähigkeiten in der grafischen Bearbeitung und multimedialen Präsentation der Antriebstechnik erfordert, ist auch Gegenstand der Bachelor-Arbeit der beiden jungen Wissenschaftler. Unterstützt wird das Projekt von Anfang an durch die Voith Turbo GmbH & Co. in Heidenheim. Voith Turbo hat Teile für das Schiffsmodell und das wissenschaftliche Know-how zur Verfügung gestellt und so maßgeblich zum Gelingen des Gesamtprojekts beigetragen.

14 Tage lang konnten beide Multimediatechnik-Studenten in der Firma Einblicke in der Arbeit und Kenntnisse über das spezielle Funktionsprinzip gewinnen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an das Technische Landesmuseum, Dr. Kathrin Möller, Telefon: 03841 - 25 78 11 oder E-Mail: moeller@tlm-mv.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie