Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekt Callux gestartet

23.09.2008
Tiefensee: Strom und Wärme aus der Brennstoffzelle für zu Hause

Tiefensee: "Wir fördern die Brennstoffzelle für zu Hause. Über 800 hocheffiziente Heizgeräte werden bundesweit in Kellern privater Ein- und Mehrfamilienhäuser installiert und über einen Zeitraum von acht Jahren auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Ziel ist es, bis 2015 Brennstoffzellenheizgeräte an den Markt zu bringen, um eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Geräten zu schaffen. Die Brennstoffzellentechnik holt die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung in jedes Haus. Sie produziert Strom und nutzt die Abwärme als Nutzwärme. Das spart bis zu 30 Prozent Primärenergie", so Bundesminister Wolfgang Tiefensee anlässlich des Starts des Wasserstoffprojekts Callux.

Für Callux haben sich Energieversorger und Heizgerätehersteller mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammengeschlossen, um in einem großangelegten Praxistest den Einsatz von stationären Brennstoffzellen im Gebäudebereich zu erproben. Als Brennstoff dient Erdgas, das zu Wasserstoff umgewandelt wird. Durch die Produktion von Strom und Wärme wird die Effizienz der eingesetzten Energie erheblich gesteigert.

Tiefensee: "Energie ist ein knappes Gut. Die Preise werden weiter steigen. Ich will, dass Wohnen und Mobilität für alle bezahlbar bleibt und die Versorgung mit Energie langfristig gesichert ist. Wir werden die Energiewende einleiten. Die Brennstoffzellentechnik bringt uns diesem Ziel einen großen Schritt näher."

Callux umfasst ein Konsortium aus ganz Deutschland. Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) wird die Zusammenarbeit von Heizgeräteherstellern (BAXI Innotech, Hexis, Vaillant, Viessmann) Energieversorgern (EnBW, E.ON, EWE, MVV, VNG) und Wissenschaft (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Stuttgart) koordinieren.

Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 86 Millionen Euro. Das BMVBS beteiligt sich mit rund 40 Millionen Euro. Insgesamt stellt das BMVBS in den kommenden zehn Jahren 500 Millionen Euro für die Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Nationalen Innovationsprogramm - kurz NIP - zur Verfügung. Diese Mittel sind an die Verpflichtung der Industrie geknüpft, sich mindestens in gleicher Höhe an der Umsetzung des NIP zu beteiligen. Zusammen mit bestehenden Programmen des Wirtschafts- und Forschungsministeriums wird daraus ein Langfristprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro.

Tiefensee: "Der erfolgreiche Programmstart zeigt, dass man durch den Aufbau von strategischen Partnerschaften in gezielten Programmen Investitionsengagement und Risikobereitschaft der Industrie bei der Marktvorbereitung von Zukunftstechnologie wecken kann. Callux ist nur der erste Schritt. Ich setze ich mich dafür ein, dass wir ein ähnliches Markteinführungsprogramm zum Thema Batterietechnologie starten."

| BMVBS
Weitere Informationen:
http://www.bmvbs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

nachricht Mit unkonfektionierten Kabeln durch die Schaltschrankwand
26.06.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive