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Virtuelles Kraftwerk: Öko-Strom gezielt nutzen

16.12.2008
Der Stromversorger RWE Energy kann dezentral erzeugten Strom jetzt wirtschaftlicher und ressourcensparender mit Hilfe eines virtuellen Kraftwerks liefern.

Darunter verstehen Experten die informationstechnische Zusammenschaltung kleiner Erzeugungsanlagen, deren Einsatz von einem zentralen Energiemanagement geplant und optimiert wird. Kürzlich nahm ein virtuelles Kraftwerk seinen Betrieb auf, das gemeinsam von RWE Energy und dem Siemens-Sektor Energy errichtet wurde.


In einem ersten Schritt integrierten die Unternehmen zunächst neun Wasserkraftanlagen der Lister- und Lennekraftwerke im Sauerland, Nordrhein-Westfalen, in den Verbund. Die Gesamtleistung dieser dezentralen Erzeugungsanlagen beträgt 8.600 Kilowatt (kW), die einzelnen Anlagen haben zwischen 150 kW bis zu 1100 kW. Im weiteren Projektverlauf sollen weitere dezentrale Erzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerke, Biomasse- oder Windenergieanlagen aufgenommen werden.

Ziel der koordinierten Nutzung von dezentralen Erzeugungsanlagen ist neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch die CO2-Reduzierung und damit ein Beitrag zum Klimaschutz. Daher ist die Lösung auch Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro erzielte.

Mit dem virtuellen Kraftwerk lassen sich Vertriebswege nutzen, die dem Betreiber der Einzelanlagen sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Die Anlagen können im Verbund noch effizienter und damit wirtschaftlicher als vorher betrieben werden – wovon die Betreiber der dezentralen Erzeugungsanlagen profitieren.

In dem virtuellen Kraftwerk spielt das dezentrale Energiemanagement und die Kommunikation mit den Erzeugungsanlagen eine besondere Rolle. Mit den Produkten DEMS und DER-Controller des Siemens-Sektors Energy wurde das virtuelle Kraftwerk innerhalb kürzester Zeit realisiert. Herzstück ist das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS.

Damit lassen sich die dezentralen Erzeugungsanlagen nicht nur intelligent miteinander vernetzen, sondern auch wirtschaftlich und umweltfreundlich einsetzen. Der für die Kommunikation verwendete DER-Controller ist speziell auf die Anforderungen dezentraler Erzeugungsanlagen abgestimmt. (IN 2008.12.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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