Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verguss zum Schutz von Elektrik und Elektronik

01.12.2011
Die neue Kompetenzplattform des Fraunhofer IFAM

Im Rahmen der marktorientierten Fokussierung des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, hat Institutsleiter Prof. Dr. rer. nat. Bernd Mayer im Bereich Klebtechnik und Oberflächen die Kompetenzplattform Verguss von Elektro- und Elektronikkomponenten etabliert.

Speziell in den Branchen, deren Kernkompetenz im elektronischen oder mechatronischen Bereich liegt – hier sind Vergussprozesse von herausragender Bedeutung –, hat das Fraunhofer IFAM einen hohen Beratungsbedarf für das Vergießen identifiziert und stellt sich nun verstärkt dieser wachsenden Nachfrage.

»Die Impulse für unsere neue Kompetenzplattform Verguss zum Schutz von Elektrik und Elektronik kommen direkt aus der Industrie: Insbesondere in der Phase der geometrischen Auslegung des Vergusses und der Materialauswahl besteht derzeit eine große Unsicherheit. Grund hierfür ist, dass die bisher verfügbaren Instrumente eine zuverlässige Vorhersage von Fehlern wie Bauteilabriss, Lunkerbildung, Rissbildung aufgrund von Eigenspannungen und schlechter Haftung nur unzureichend ermöglichen«, erläutert Prof. Dr. rer. nat. Bernd Mayer.

Die Experten der Kompetenzplattform Verguss von Elektro- und Elektronikkomponenten des Fraunhofer IFAM bieten als unabhängige FuE-Dienstleister den Unternehmen rund um das Thema Vergießen maßgeschneiderte Materialauswahl, Prozessentwicklung und Beratung aus einer Hand an, sodass diese durch gezielte Herangehensweise schon in der Planung Produktentwicklungszeiten verkürzen und zuverlässige Funktionalität gewährleisten können.

Dr. Martin Wirts-Rütters, Sprecher der Kompetenzplattform des Fraunhofer IFAM, ergänzt: »Besonders wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung der Material- und Fertigungseinflüsse auf das gesamte System und deren gegenseitige Wechselwirkungen. Im Fraunhofer IFAM haben wir alle Voraussetzungen, dies umfassend darzustellen und zu prüfen: unter anderem Simulationstools zur Füllsimulation – Computational Fluid Dynamics, CFD – und zur Eigenspannungsvorhersage der Vergussmassen – Finite Elemente Methode, FEM – im Einklang mit der Analyse der entsprechenden Materialparameter und der Prüfung mechanischer Kenndaten.«

Das umfangreiche Know-how des Fraunhofer IFAM aus dem Bereich reaktiver Polymere wird jetzt nicht nur stärker gebündelt, sondern dient als Ausgangsbasis für weitere anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Zielgruppe sind Unternehmen, die elektronische Bauteile im zunehmenden Maße und mit stets steigenden Anforderungen hinsichtlich Langzeitstabilität und Funktionssicherheit einsetzen – z. B. in Kraftfahrzeugen und Flugzeugen.

Das maßgeschneiderte Portfolio reicht von der Beratung über die Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Vergussmassen und Oberflächenvorbehandlungsverfahren sowie die Fertigungskonzeption bis hin zur Inline-Qualitätsüberwachung in der laufenden Produktion und Schadensanalysen. Anlagen zum Vergießen mit und ohne Vakuum stehen für Versuchszwecke und Verifizierung von praktischen Fertigungskonzepten zur Verfügung.

Kontakt
Dr. Martin Wirts-Rütters
martin.wirts-ruetters@ifam.fraunhofer.de

Anne-Grete Becker | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Linearpotentiometer LRW2/3 - Höchste Präzision bei vielen Messpunkten
17.05.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Neues 100 kW-Wechselrichtermodul für B6-Standard halbiert Gewicht und Volumen
17.05.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie