Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Ilmenau entwickelt Batterien der Zukunft

18.10.2016

Die Technische Universität Ilmenau erhält eine „Proof of Concept“-Förderung der Europäischen Union, mit der das Fachgebiet 3D-Nanostrukturierung nun innovative Batterien entwickeln wird, die helfen könnten, die Speicherkapazität im Vergleich mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien bei gleichen Produktionskosten drastisch zu erhöhen. Förderungen des Europäischen Forschungsrates gehören in der europäischen Wissenschaftslandschaft zu den begehrtesten Forschungsförderungen.

Das Fachgebiet 3D-Nanostrukturierung der TU Ilmenau erforscht unter der Leitung von Prof. Yong Lei seit Jahren neuartige Batteriekonzepte und setzt dabei den Fokus auf die Entwicklung sogenannter Natrium-Ionen-Pouch-Zellen. Für Prof. Lei sind sie eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien:


Forschung am Fachgebiet 3D-Nanostrukturierung der TU Ilmenau.

Foto: TU Ilmenau

„Mit ihrer hohen Energie- und Leistungsdichte eignen sie sich hervorragend für den Einsatz in elektrischen Fahrzeugen ebenso wie in tragbaren Anwendungen wie Smartphones.“ Natrium-Ionen-Pouch-Zellen zeichnen sich gegenüber Lithium-Ionen-Batterien auch durch deutlich geringere Herstellungskosten aus.

Der Europäische Forschungsrat ist eine der renommiertesten Förderorganisationen für Forschung der Europäischen Union. Mit einem der größten Förderprogramme im EU-Programm Horizont 2020 wird exzellente Pionierforschung europäischer Wissenschaftler unterstützt, die neue oder unerwartete Anwendungen innovativer Konzepte erzeugen.

Dabei werden „Proof of Concept“-Förderungen als Ergänzungsfinanzierung an bereits geförderte Projekte vergeben, sofern deren hervorragende Forschungsleistungen kommerzielle oder gesellschaftliche Anwendungen erwarten lassen. Mit der zweiten Förderung des Fachgebiets 3D-Nanostrukturierung, eine von europaweit insgesamt nur 45 Zuwendungen, will der Europäische Forschungsrat die Umwandlung der Ideen und Forschungsergebnisse des Ilmenauer Forscherteams in Innovationsleistung vorantreiben.

Somit empfindet Prof. Yong Lei die Folgeförderung von eineinhalb Jahren als Würdigung seiner ersten, von 2012 bis 2015 mit 1,4 Millionen Euro unterstützten, Forschungsarbeiten: „Unsere bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass großflächige, geordnete, dreidimensionale Nanostrukturen eine erfolgversprechende Grundlage für die nächste Generation leistungsfähiger Energiespeicher darstellt. Wir freuen uns sehr, dass uns die Möglichkeit gegeben wird, unsere Konzepte unter Beweis zu stellen.“

Kontakt:
Prof. Yong Lei
Leiter Fachgebiet 3D-Nanostrukturierung
Tel.: 03677 69-3748
E-Mail: yong.lei@tu-ilmenau.de
Webseite: www.tu-ilmenau.de/nanostruk

Bettina Wegner | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie