Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden und Fraunhofer-Gesellschaft gründen Dresdner Innovationszentrum

27.02.2009
Die TU Dresden (TUD) und die Fraunhofer-Gesellschaft eröffnen heute das Dresdner Innovationszentrum Energieeffizienz. Damit bauen Fraunhofer und TUD ihre bestehenden Kooperationen aus. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen aller bedeutenden Wissenschaftsgesellschaften in Dresden bearbeiten Forscherinnen und Forscher fächerübergreifend den Schwerpunkt Energieeffizienz.

Dresden ist ein wichtiger Standort der Fraunhofer-Gesellschaft. Elf Fraunhofer-Einrichtungen sind dort ansässig und setzen sich dafür ein, Forschungsergebnisse schneller in Produkte und Dienstleistungen umzusetzen und somit den Standort Deutschland zu stärken.

Das Thema Energieeffizienz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Klimaschutz und knappe Ressourcen stellen Unternehmen vor große Her-ausforderungen. In den vergangenen sieben Jahren sind die Rohstoffpreise durchschnittlich um 70 Prozent gestiegen. Bei den für das produzierende Gewerbe signifikanten Rohstoffen, wie Kohle, Stahl und Öl, sind die Steigerungsraten deutlich höher. Effiziente Technologien werden eine wesentliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb sein. Wissenschaftler können durch neuartige Konzepte, Technologien und Verfahren die Energieeffizienz deutlich steigern.

»Wir stellen uns gemeinsam mit der TU-Dresden und vielen weiteren Forschungseinrichtungen der Region den Herausforderungen und setzen uns dafür ein, Forschungsergebnisse für Unternehmen schneller nutzbar zu machen. Die enge Zusammenarbeit mit der TUD hat für uns eine besondere Bedeutung und wir freuen uns, die Kooperation nun themengebunden auf dem Gebiet der Energieeffizienz zu intensivieren«, erklärt Professor Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft.

Der Rektor der TU Dresden, Prof. Hermann Kokenge, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: »Dass Energieeffizienz eines der wichtigsten Themen unserer Zeit ist, steht außer Frage. Wir haben mit dieser Kooperation das Ziel und auch die Möglichkeit, die vorhandene Kompetenz der TU und der Fraunhofer-Gesellschaft zusammenzuführen, um damit wirkungsvolle Beiträge auf diesem zukunftsträchtigen Forschungsfeld leisten zu können. Dies wiederum kommt dann auch dem Standort Dresden und der Region zugute.«

In der Solarzellenentwicklung oder auch in der Oberflächentechnik für Reibungsminderung im Automobilbau, Brennstoffzellentechnologien oder energieeffiziente Leuchtquellen besteht seitens der Industrie hoher Forschungsbedarf. Diese Themen greifen die Partner auf. Das Ziel des regionalen Netzwerks ist es, durch die enge Verzahnung eine noch höhere Leistungsfähigkeit zu erreichen. Die Forscherinnen und Forscher arbeiten bereits in der Vorlaufforschung an praxisbezogenen Themenstellungen und setzen ihre Erkenntnisse rasch in Prototypen um. Vom Freistaat Sachsen wird das Innovationszentrum mit vier Millionen Euro gefördert, die Fraunhofer-Gesellschaft stellt in den folgenden vier Jahren sechs Millionen Euro bereit.

Der Innovationsdruck entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerb um die besten Köpfe. Schon heute fehlen Fachkräfte beispielsweise im Maschinenbau, in der Metall- und Elektroindustrie und im Fahrzeugbau. In Dresden engagieren sich TU und Fraunhofer-Einrichtungen innerhalb des neuen Innovationszentrums intensiv für die Förderung des Nachwuchses und bieten sowohl jungen als auch etablierten Forscherinnen und Forschern an ihrem gut ausgestatteten Standort attraktive Arbeitsbedingungen. Es werden neue Professuren eingerichtet und neue Forschungsbiete innerhalb der Kooperation zwischen TUD und Fraunhofer ausgebaut. Zusätzlich sollen Fraunhofer-Mitarbeiter verstärkt in die Lehre eingebunden werden. So erhalten Nachwuchswissenschaftler einen umfassenden Einblick in aktuelle Forschungsprojekte, wie zum Beispiel Produktionstechnik von kostengünstigen Solarzellen, energieparende Displays, neue Materialien für Brennstoffzellen.

Dr. rer. nat. Ralf Jäckel | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern
23.11.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Leistungsfähigere und sicherere Batterien
23.11.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher verwandeln Diamant in Graphit

24.11.2017 | Physik Astronomie

Dinner in the Dark – ein delikates Wechselspiel der Mikroorganismen

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

24.11.2017 | Physik Astronomie