Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Thüringer Innovationszentrums Mobilität: Spatenstich Labor- und Bürogebäude

13.12.2012
Am 20. Dezember findet der offizielle Spatenstich für das erste Gebäude des „Thüringer Innovationszentrums Mobilität“ (ThIMo) an der TU Ilmenau statt.

Der Neubau, der Forschungslabore und Büros bereitstellen wird, bietet rund 35 wissenschaftlichen Mitarbeitern in ThIMo-Projekten attraktive Arbeitsplätze. Die Vertreter der Medien sind zum Spatenstich am 20.12.2012, 13 Uhr, am ThIMo-Standort herzlich eingeladen.


ThIMo betreibt Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltige Mobilität.
Foto: TU Ilmenau


Das elektrisch angetriebene „Light Car“ wurde für Car Sharing konzipiert.
Foto TU Ilmenau

Das neue Labor- und Bürogebäude ist nach Meinung von Professor Klaus Augsburg, ThIMo-Sprecher und Prorektor für Wissenschaft der TU Ilmenau, für das Großprojekt von besonderer Bedeutung: „In dem Gebäude bauen wir die Virtuelle Straße auf, eine bisher einmalige Experimentalplattform zur Untersuchung der drahtlosen Datenübertragung in und zwischen Fahrzeugen. Bei Automobilunternehmen stößt sie schon jetzt auf ausgesprochen großes Interesse.“

Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität wurde 2011 an der TU Ilmenau angesiedelt, um Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltige Mobilität zu betreiben. Mit 22,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2010 bis 2015 ist es das größte Forschungsprojekt, das die TU Ilmenau in ihrer Geschichte jemals durchgeführt hat. Wissenschaftler der Universität entwickeln in enger Zusammenarbeit mit der Industrie Technologien für umwelt- und ressourcenschonende Fahrzeuge. Die Neuerungen betreffen die Bereiche Elektromobilität, Optimierung von Verbrennungsmotoren, Powertrain, also Technologien und Baugruppen für den Antriebsstrang eines Fahrzeuges, und Leichtbau.

Obwohl erst vor eineinhalb Jahren gegründet, hat das Thüringer Innovationszentrum Mobilität bereits 120 Forschungspartnerschaften abgeschlossen, davon allein 25 mit Firmen und Wissenschaftseinrichtungen im Ausland und mit mehr als 50 Unternehmen aus Thüringen. 49 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 7,8 Millionen Euro wurden bzw. werden derzeit bearbeitet, darunter das Projekt „Light Car“. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug gilt als Zukunftskonzept, da es speziell für das so genannte Car Sharing konzipiert wurde. Außen wie innen robust und mit großem Raumangebot, kann es ideal für das innovative Konzept genutzt werden, bei dem viele Menschen wenige Kraftfahrzeuge flexibel und effizient teilen.

Zwei weitere internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte befassen sich ebenfalls mit modernen Mobilitätskonzepten: Im Projekt „IEV“ (Intelligent Electric Vehicles) werden Informationssysteme zur Vorausschau der Fahrzeugreichweite erforscht und im „ADTYRE“-Projekt (Intelligent Dynamic Tyre Monitoring System) entwickeln Wissenschaftler hochdynamische intelligente Reifendruckregelsysteme für Kraftfahrzeuge mit verschiedenen Antriebsarten.

Das neue Labor- und Bürogebäude in der Ehrenbergstraße 15 ist das erste Gebäude, das in Ilmenau speziell für Forschungsaufgaben zur Mobilität errichtet wurde. An einem zweiten Standort entsteht in naher Zukunft ein Laborgebäude mit Prüfeinrichtungen zur Optimierung von Verbrennungsmotoren und hybriden Antrieben. Für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stehen dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität an der TU Ilmenau modernste Geräte zur Verfügung, zur Analyse von Werkstoff- und Bauteileigenschaften zum Beispiel in der Projekthalle auf dem Universitätscampus. Sie können nicht nur von den Wissenschaftlern der Universität, sondern auch von Unternehmen und Institutionen genutzt werden.

Die Automobilindustrie und ihre Zulieferindustrie sind stark international verflochten. In Thüringen werden 35 Prozent des Umsatzes mit dem Ausland erzielt. Entsprechend international ist das Thüringer Innovationszentrum Mobilität ausgerichtet, das die gesamte Innovationskette von der Grundlagen- über die angewandte Forschung bis hin zu wissenschaftlichen Dienstleistungen abdeckt.

20.12.2012, 13 Uhr:
Spatenstich Labor- und Bürogebäude „Thüringer Innovationszentrums Mobilität“ (ThIMo) an der TU Ilmenau

Treffpunkt: Technologie und Gründerzentrum Ilmenau, Ehrenbergstraße 11

Kontakt:
Prof. Klaus Augsburg
ThIMo-Sprecher und Prorektor Wissenschaft TU Ilmenau
Telefon +49 3677 69-2537
E-Mail: thimo@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.mobilitaet-thueringen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Altkunststoffe in Gas umwandeln
30.05.2016 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht Thermooptische Messanlagen könnten Millionen Tonnen CO2 in Kohlekraftwerken einsparen
25.05.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: PTB-Forscher können Ertrag von Solarzellen unter realen Bedingungen bestimmen

An einem neuartigen Messplatz messen die Wissenschaftler Referenzsolarzellen mit bisher unerreichter Genauigkeit

Solarzellen werden im Labor bisher unter einheitlich festgelegten Bedingungen getestet. Da die realen Bedingungen, wie die Temperatur oder der Einfallswinkel...

Im Focus: Tiroler Technologie zur Abwasserreinigung weltweit erfolgreich

Auf biologischem Weg und mit geringem Energieeinsatz wandelt ein an der Universität Innsbruck entwickeltes Verfahren in Kläranlagen anfallende Stickstoffverbindungen in unschädlichen Luftstickstoff um. Diese innovative Technologie wurde nun gemeinsam mit dem US-Wasserdienstleister DC Water weiterentwickelt und vermarktet. Für die Kläranlage von Washington DC wird die bisher größte DEMON®-Anlage errichtet.

Das DEMON®-Verfahren wurde bereits vor elf Jahren entwickelt und von der Universität Innsbruck zum Patent angemeldet. Inzwischen wird die Technologie in rund...

Im Focus: Worldwide Success of Tyrolean Wastewater Treatment Technology

A biological and energy-efficient process, developed and patented by the University of Innsbruck, converts nitrogen compounds in wastewater treatment facilities into harmless atmospheric nitrogen gas. This innovative technology is now being refined and marketed jointly with the United States’ DC Water and Sewer Authority (DC Water). The largest DEMON®-system in a wastewater treatment plant is currently being built in Washington, DC.

The DEMON®-system was developed and patented by the University of Innsbruck 11 years ago. Today this successful technology has been implemented in about 70...

Im Focus: Optische Uhren können die Sekunde machen

Eine Neudefinition der Einheit Sekunde auf der Basis von optischen Uhren wird realistisch

Genauer sind sie jetzt schon, aber noch nicht so zuverlässig. Daher haben optische Uhren, die schon einige Jahre lang als die Uhren der Zukunft gelten, die...

Im Focus: Computational High-Throughput-Screening findet neue Hartmagnete die weniger Seltene Erden enthalten

Für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare Energien ist der Einsatz von starken Dauermagneten von großer Bedeutung. Für deren Herstellung werden Seltene Erden benötigt. Dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg ist es nun gelungen, mit einem selbst entwickelten Simulationsverfahren auf Basis eines High-Throughput-Screening (HTS) vielversprechende Materialansätze für neue Dauermagnete zu identifizieren. Das Team verbesserte damit die magnetischen Eigenschaften und ersetzte gleichzeitig Seltene Erden durch Elemente, die weniger teuer und zuverlässig verfügbar sind. Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin »Scientific Reports« publiziert.

Ausgangspunkt des Projekts der IWM-Forscher Wolfgang Körner, Georg Krugel und Christian Elsässer war eine Neodym-Eisen-Stickstoff-Verbindung, die auf einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie sieht die Schifffahrt der Zukunft aus? - IAME-Jahreskonferenz in Hamburg

27.05.2016 | Veranstaltungen

Technologische Potenziale der Multiparameteranalytik

27.05.2016 | Veranstaltungen

Umweltbeobachtung in nah und fern

27.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Atome mit dem gewissen Twist

30.05.2016 | Physik Astronomie

Durchbruch in der zahnmedizinischen Bildgebung

30.05.2016 | Medizintechnik

Umweltfreundlicher Autolack aus Maisstärke soll Kratzer von selbst reparieren

30.05.2016 | Materialwissenschaften