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Testbetrieb beendet: Gasturbine übertrifft Leistung

01.10.2009
Die neue Gasturbine von Siemens hat den Testbetrieb erfolgreich abgeschlossen und dabei einen Rekord aufgestellt. Die größte Gasturbine der Welt lief im E.ON-Kraftwerk Irsching bei Ingolstadt mehr als 1.200 Stunden bei voller Last.

Die ursprünglich angepeilte Nennleistung von 340 Megawatt wurde dabei deutlich übertroffen. Die Auswertung der Messdaten ergab, dass die Leistung nun mit 370 Megawatt angegeben werden kann. Jetzt wird an die Gasturbine eine Dampfturbine angebaut.


In diesem kombinierten Betrieb wird der Kraftwerksblock dann eine Leistung von mehr als 570 Megawatt haben. Damit können rund 3,2 Millionen Menschen mit höchst effizient erzeugtem Strom versorgt werden: Der Wirkungsgrad der GuD-Anlage soll mehr als 60 Prozent betragen und damit zwei Prozentpunkte mehr als das bisher effizienteste GuD-Kraftwerk, ebenfalls von Siemens.

Diese Effizienzsteigerung lässt sich auch in gesparten Tonnen Kohlendioxid ( CO2 ) ausdrücken: Die zunächst gering erscheinenden zwei Prozentpunkte an höherem Wirkungsgrad bedeuten eine Verringerung an CO2-Ausstoß pro Jahr um 43.000 Tonnen. Das ist die Menge, die 23.000 Mittelklassewagen im Jahr ausstoßen, wenn sie 20.000 Kilometer fahren. Noch eindrucksvoller sähe die Rechnung aus, wenn der CO2-Ausstoß des Effizienzweltmeisters von Irsching mit dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung verglichen würde. Dann würde die Einsparung rund 700.000 Tonnen pro Jahr betragen. Hocheffiziente Gasturbinen sind ein wichtiger Bestandteil des Umweltportfolios von Siemens, mit dem der Konzern im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter umweltfreundlicher Technik.

Die Gasturbine ist 440 Tonnen schwer. Eine einzige der rund 1000 Turbinenschaufeln bringt die Leistung von zehn Porsche 911 auf. Eine Keramikschicht als Wärmedämmung und weitere Haftschichten machen die Schaufeln der ersten Kränze gegen Brenntemperaturen von bis zu 1.500 Grad Celsius immun. Diese speziellen Schichten ermöglichen insgesamt eine Lebensdauer von 25.000 Stunden – sechsmal länger, als das reine Metall im heißen Strom der Verbrennungsgase überstehen würde.

Die Gasturbine besteht zu 95 Prozent aus Stahl. Einzelne Teile wiegen Tonnen, andere sind winzig. Insgesamt sind es 7000 Bauteile, die mit der Präzision eines Uhrwerks ineinandergefügt sind. In der Maschine stecken zahlreiche Innovationen, so ist etwa das Brennkammergehäuse auf völlig neue Weise konstruiert. Die Turbine erhielt im Sommer bei der Verleihung des Stahl-Innovationspreises den Sonderpreis „Klimaschutz mit Stahl“. (IN 2009.10.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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