Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Terahertz-Quelle aus Wuppertal

10.02.2014
Wissenschaft und Industrie erhoffen sich große Entwicklungspotenziale von der bisher wenig erforschten Terahertzstrahlung.

Jetzt haben Forscher der Bergischen Universität Wuppertal unter Leitung von Prof. Dr. Ullrich Pfeiffer, Fachgebiet Hochfrequenzsysteme in der Kommunikationstechnik, eine neue Quelle für Terahertzstrahlung entwickelt.

Die Wuppertaler Terahertz-Quelle, eine Gemeinschaftsentwicklung mit dem „Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik/Innovations for High Performance Microelectronics (IHP)“, Frankfurt (Oder), wird am Montag (10. Februar) erstmals einem Fachpublikum in einer Livedemonstration auf der Internationalen Halbleiterkonferenz ISSCC (International Solid-State Circuits Conference) in San Francisco vorgestellt.

Terahertzstrahlung liegt mit Wellenlängen kleiner als 1 Millimeter und größer als 0,1 Millimeter im elektromagnetischen Spektrum zwischen Radar- und Infrarotstrahlung, ist schwer zu erzeugen und nachzuweisen. Da sie aus medizinischer Sicht als unschädlich gilt, lassen sich sowohl in der Medizintechnik vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten finden als auch in der Sicherheitstechnik, im Automotive-Bereich und in der Kommunikationstechnik.

„Unsere Terahertz-Quelle ist einer Filmleuchte bei Videoaufnahmen mit konventioneller Technik gleichzusetzen. Allerdings arbeiten Kamera und Beleuchtungseinheit im Terahertzbereich, der für das menschliche Auge und die meisten bekannten Detektionssysteme nicht sichtbar ist“, erklärt Prof. Pfeiffer. Die neu entwickelte Terahertz-Quelle besteht aus einer 4x4 Anordnung einzelner Sendeeinheiten. Durch Kombinieren der 16 Sendeeinheiten kann die Gesamtausgangsleistung bei 0,53 THz bis auf 1 Milliwatt gesteigert werden. Die Ansteuerung und Versorgung der einzelnen Sendeeinheiten erfolgt alleine über die USB-Schnittstelle eines Computers.

Die neu entwickelte Terahertz-Quelle ist ein weiterer Baustein für ein Terahertz-Gesamtsystem auf Siliziumbasis (gleiche Fertigungstechnologie wie bei Handy- und Computerchips). Sie ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Wuppertaler Terahertzkamera, die 2013 den „ISSCC Jan Van Vessem Award for Outstanding European Paper“ erhielt. Diese Auszeichnung vergibt die ISSCC für herausragende Veröffentlichungen aus dem europäischen Raum rund um die Entwicklung integrierter Schaltkreise.

Kontakt:
Prof. Dr. Ullrich Pfeiffer
Fachbereich Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik
Telefon 0202/439-1451, E-Mail ullrich.pfeiffer@uni-wuppertal.de
Hans M. Keller
Telefon 0202/439-1995, E-Mail keller2@uni-wuppertal.de

Dr. Maren Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ihct.uni-wuppertal.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften