Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Telefonzellen werden Stromtankstellen

04.05.2010
Existierende Infrastruktur unterstützt E-Mobilität

Die Telekom Austria hat heute, Dienstag, vor ihrem Hauptsitz den ersten Prototypen einer Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle präsentiert. So wird bestehende Infrastruktur genutzt, um die E-Mobilität zu fördern.

"Das ist eine österreichische Entwicklung, mit der wir im internationalen Vergleich sehr früh an den Start gehen", betont Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria und mobilkom austria, auf Nachfrage von pressetext.

Durch einen einfachen Umbau werden Telefonzellen dabei zu Strom-Zapfsäulen für diverse elektrifizierte Fahrzeuge von Hybridautos bis zu E-Fahrrädern. Etwa 30 Standorte sollen noch dieses Jahr derart aufgerüstet werden und so die Erschließung eines gewaltigen E-Mobilitätspotenzials erleichtern. Denn im Laufe des Jahrzehnts stehe ein Boom bevor.

Infrastruktur-Synergien

In Österreich gibt es rund 13.500 Telefonzellen, die dank vorhandener Infrastruktur unter großteils gut zum Aufrüsten zur E-Tankstelle geeignet sind. Das Nutzen eben dieser Infrastruktur mach den Umbau laut Telekom Austria günstig. Die Telefonzelle selbst bietet dann zwei Steckplätze zum Betanken von E-Fahrzeugen. Wie am Beispiel des ersten Standortes zu sehen ist, können in ihrem Umfeld je nach Platzangebot und Bedarf auch zusätzliche Stromzapfsäulen aufgestellt werden.

Die Telekom Austria setzt dabei auf Caravan-Stecker, da diese bei Autos weltweit gängig und standardisiert sind. Für E-Fahrräder bedeutet das, dass ein Adapter erforderlich ist. Um das Angebot zu nutzen, muss sich ein Kunde entweder per RFID-Chip im Stecker, RFID-Kundenkarte oder SMS identifizieren. In der Anfangsphase ist das Stromtanken dabei gratis, in weiterer Folge wird die Bezahlung für österreichische Handykunden via paybox abgewickelt. Wie hoch die Kosten genau sein werden, steht noch nicht fest, doch sollen sie sich jedenfalls im einstelligen Eurobereich für eine Auto-Akkuladung bewegen.

Gewaltiges E-Mobilitätspotenzial

Theoretisch könnten Stromtankstellen nach dem neuen System auch unabhängig von Telefonzellen beispielsweise an Firmenstandorten verwirklicht werden. Zunächst liegt der Fokus bei Ausbau des E-Tankstellennetzes aber auf jenen etwa 700 Telefonzellen, die als Multimedia-Variante ausgestattet sind. Dabei werden unter anderem auch Fahrradständer montiert, um E-Bikes für den Ladevorgang sicher anketten zu können. Denn auch hier steht ein Boom in der Verbreitung bevor.

2015 werden nach Schätzungen des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) http://www.vcoe.at etwa 75.000 Elektrofahrräder in Österreich verkauft, also mehr als sechsmal so viel wie 2009. Noch deutlicher werden demnach die Verkaufszahlen bei E-Mopeds und E-Motorrädern steigen, von knapp 2.000 Stück (2009) auf 50.000 bis 60.000 im Jahr 2015. "In Österreich sind zwei Drittel der Autofahrten kürzer als zehn Kilometer. Das sind Distanzen, die optimal mit E-Scootern und E-Bikes zurückgelegt werden können", betont VCÖ-Experte Martin Blum.

Freilich erwartetet der VCÖ auch für elektrifizierte Pkws einen dramatischen Verbreitungsanstieg. 2009 gab es in Österreich laut VCÖ lediglich 223 E-Autos sowie etwas mehr als 3.500 Hybridautos, doch schon 2015 dürften es insgesamt 115.000 Fahrzeuge sein. Im Jahr 2020 werden nach VCÖ-Schätzung 405.000 PKWs elektrifiziert sein und damit schon jedes elfte Auto in Österreich.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vcoe.at
http://www.telekom.at

Weitere Berichte zu: Boom E-Bikes E-Mobilität Hybridauto Stromtankstellen Telefonzelle VCÖ

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Netzspannung und Lastströme live und präzise im Blick
24.04.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Seilzugsensor MH60 – erfolgreicher Einsatz in rauer Umgebung
20.04.2018 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Silizium als neues Speichermaterial für die Akkus der Zukunft

25.04.2018 | HANNOVER MESSE

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz Dämpfer auf gutem Niveau

25.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

AWI-Forscher messen Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis

25.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics