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Technologie-Frühaufklärung

27.04.2010
Seit der Ölkrise in den 1970er Jahren wird die Technologie-Frühaufklärung als wichtiges Instrument zur Erhaltung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit angesehen. Wie können aber vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus der angebotenen Vielfalt die Methode herausfinden, die am besten mit ihrem Anforderungsprofil übereinstimmt?

Das Fraunhofer IPA hat acht Kriterien identifiziert, die nach paarweisem Vergleich zur passenden Methode führen.

Die richtigen technologischen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen ist das Ziel eines jeden Unternehmens. Doch wie kann dieses Ziel möglichst effizient erreicht werden? Das größte Potenzial bieten eine Technologie-Frühaufklärung und die damit verbundenen Methoden. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Chancen, die neue Märkte und Produkte bieten, können durch eine Technologie-Frühaufklärung erkannt und ergriffen werden. Infolge davon wird es frühzeitig möglich, Handlungsstrategien zu entwerfen und flexibel zu reagieren. Und schlussendlich sind Fehlinvestitionen auf diese Weise vermeidbar.

Das Dilemma dabei: den Unternehmen stehen zur Technologie-Frühaufklärung verschiedene Methoden zur Verfügung. Die Vielfalt der unterschiedlichen Methoden und deren unterschiedliche Stärken und Schwächen, zum Beispiel Zeitaufwand und Ergebnisqualität, stellen die Unternehmen vor die Qual der Wahl. Welche Methode ist wirklich zielführend? Stehen Kosten und Nutzen in einem günstigen Verhältnis? Passt die Methode auch zu meinen Anforderungen? Die passende Methode für ein Unternehmen zu finden, stellt eine der größten Herausforderungen dar.

Eine Entwicklung des Fraunhofer IPA verspricht Abhilfe. Der speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (kmU) zugeschnittene Ansatz reduziert den Aufwand für die Auswahl einer geeigneten Methode zur Technologie-Frühaufklärung drastisch. Dabei werden die Anforderungen eines Unternehmens mit den zur Verfügung stehenden Methoden abgeglichen und auf Basis der Übereinstimmung die geeignetsten Methoden ausgewählt.

Um die Anforderungen der Unternehmen zu erfassen, hat das Fraunhofer IPA auf der Grundlage seiner Projekterfahrungen aus Forschung und Industrie die acht erfolgsrelevanten Kriterien Kosten, Zeit, Qualität, Quantität, Prognosezeitraum, Zeitaufwand, internes Wissen und Unternehmensgröße identifiziert.

Wie aber funktioniert die Anforderungsaufnahme für ein Unternehmen? Die Schwierigkeit ergibt sich insbesondere, da ein Unternehmen in der Regel eine Methode sucht, die kostengünstig Informationen in hoher Qualität liefert. Des Weiteren soll die Methode innerhalb kurzer Zeit langfristige Prognosen liefern. Aus diesem Grund müssen die Kriterien durch das Unternehmen zusätzlich in Beziehung zueinander bewertet werden. Es muss also entscheiden, ob beispielsweise die Qualität der Daten wichtiger ist als die Kosten der Datenerhebung. Die Gewichtung der Kriterien kommt dann durch einen paarweisen Vergleich zustande. Im Anschluss daran findet ein Abgleich der Anforderungen des Unternehmens mit den Ausprägungen der Methoden statt. Das Ergebnis ist eine Rangliste der für das Unternehmen geeigneten Methoden.

Bei dem Einsatz des Tools steht das Fraunhofer IPA jederzeit unterstützend zur Seite und kann auch bei der Durchführung der Methode weiterhelfen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Wirt.-Ing. Stefan Dully
Telefon +49 711 970-1659 | E-Mail stefan.dully@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | Fraunhofer
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

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